Razzia bei Immobilienmogul: „König von der Kö“ auf Ibiza festgenommen
„König von der Kö“ auf Ibiza festgenommen

Internationale Razzia: Immobilienmogul auf Ibiza festgenommen

In einer spektakulären internationalen Polizeiaktion wurde der bekannte deutsche Immobilienunternehmer Uwe Reppegather (61), auch als „König von der Kö“ bekannt, in seiner Luxusvilla auf Ibiza festgenommen. Die großangelegte Razzia fand zeitgleich in sechs europäischen Ländern statt und beschäftigt sich mit schweren Wirtschaftsdelikten.

400 Beamte stürmen 49 Objekte

Insgesamt 400 Polizeibeamte und 22 Staatsanwälte waren an der koordinierten Aktion beteiligt, bei der 49 Objekte in Deutschland, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Spanien durchsucht wurden. Neben der Festnahme von Uwe Reppegather auf der Baleareninsel Ibiza wurde auch sein Bruder Wolfgang (66) in Leichlingen bei Düsseldorf festgenommen.

Schaden im zweistelligen Millionenbereich

Staatsanwalt Hauke Lorenzen bestätigte, dass nach aktuellem Ermittlungsstand ein Schaden im hohen zweistelligen Millionenbereich vorliegt. Gegen die Brüder liegen Haftbefehle vor, und es wird gegen weitere mutmaßliche Beteiligte ermittelt. Die genaue Anzahl weiterer Beschuldigter wurde vom Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen nicht mitgeteilt.

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Vorwürfe im Zusammenhang mit Privatinsolvenz

Die Ermittlungen konzentrieren sich laut Staatsanwaltschaft auf Vorwürfe des Bankrotts, Betrugs, Untreue sowie der Verletzung der Buchführungspflicht. Im Mittelpunkt steht dabei das Privatinsolvenzverfahren von Uwe Reppegather. Das LKA geht der Frage nach, ob der Hauptbeschuldigte vor seinem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wesentliche Vermögenswerte auf andere Personen übertragen hat.

Beschlagnahmte Luxusgüter

Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Ermittler zahlreiche wertvolle Gegenstände, darunter einen Lamborghini-Sportwagen, Luxusuhren, teure Handtaschen, Kunstgegenstände und erhebliche Bargeldbeträge. Zudem sicherte die Polizei Telefone, Computer und mehrere Terabyte an digitalen Daten.

Hintergrund: Der „König von der Kö“

Uwe Reppegather zählte zu den bekanntesten Immobilienentwicklern Deutschlands und prägte mit Projekten wie dem spektakulären Kö-Bogen II die weltberühmte Luxus-Einkaufsmeile „Kö“ in Düsseldorf. Sein ambitioniertestes Vorhaben war das geplante Calatrava-Boulevard, ein Luxusquartier mit einem Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro, das jedoch durch die Insolvenz von Reppegathers Unternehmensgruppe ins Stocken geriet.

Die Ermittlungen dauern an, und die Staatsanwaltschaft überprüft derzeit, ob Uwe Reppegather in seinem Insolvenzverfahren vollständige und zutreffende Angaben zu allen Vermögenswerten gemacht hat. Die internationale Dimension der Razzia unterstreicht die Komplexität des Falls und die grenzüberschreitenden Ermittlungsaktivitäten der Behörden.

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