Lindsey Vonn erleidet komplexen Schienbeinbruch bei Olympia-Sturz – „Bereue nichts“
Vonn: Komplexer Schienbeinbruch bei Olympia – „Bereue nichts“

Komplexer Schienbeinbruch bei Olympia: Lindsey Vonn zeigt sich kämpferisch

Die ehemalige Ski-Ass Lindsey Vonn hat bei ihrem schweren Sturz während der Olympia-Abfahrt in Cortina d'Ampezzo einen sogenannten komplexen Schienbeinbruch erlitten. Die 41-jährige Sportlerin gab diese Diagnose am Montagabend über ihren Instagram-Kanal bekannt. In ihrer emotionalen Stellungnahme betonte Vonn, dass die Verletzung derzeit stabil sei, jedoch mehrere operative Eingriffe notwendig machen werde, um eine vollständige Heilung zu gewährleisten.

Sturzursache und frühere Verletzungen

Vonn erklärte detailliert die Umstände ihres Sturzes: Sie sei lediglich „Zentimeter zu eng“ auf der idealen Rennlinie gewesen, als sich ihr rechter Arm in einem Tor verfing. Ausdrücklich wies sie darauf hin, dass ihr zuvor erlittener Kreuzbandriss im linken Knie sowie andere frühere Verletzungen keinerlei Zusammenhang mit dem aktuellen Unfall gehabt hätten. Dies widerlegt frühere Spekulationen, die ihre Teilnahme trotz der Knieverletzung kritisierten.

Die italienische Nachrichtenagentur Ansa hatte zunächst fälschlicherweise von einem Bruch des linken Oberschenkelknochens berichtet, was Vonn nun korrigierte. Die Speed-Queen unterzog sich bereits mehreren notwendigen Operationen im Ospedale Ca' Foncello in Treviso, um die komplexe Fraktur zu versorgen.

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Philosophische Reflexion und Lebensmotto

In ihren sozialen Medien verband Vonn den sportlichen Rückschlag mit einer tiefgründigen Lebensreflexion. „Auch wenn der gestrige Tag nicht so endete, wie ich es mir erhofft hatte, und trotz der starken körperlichen Schmerzen, die er verursacht hat, bereue ich nichts“, schrieb die erfahrene Athletin. Sie betonte, dass allein die Tatsache, am Starttor gestanden und die Chance auf einen weiteren Olympiaerfolg gehabt zu haben, bereits ein persönlicher Sieg sei.

Vonn verglich die Risiken des Skirennsports mit denen des Lebens: „Es war schon immer ein unglaublich gefährlicher Sport und wird es auch immer bleiben. Und ähnlich wie beim Skirennen gehen wir auch im Leben Risiken ein. Wir träumen. Wir lieben. Wir springen. Und manchmal fallen wir.“ Ihre Botschaft ist klar: Das Scheitern gehöre dazu, doch das eigentliche Versagen liege darin, es nicht versucht zu haben.

Hintergrund und sportliche Ambitionen

Der Sturz ereignete sich am Sonntag auf der anspruchsvollen Piste Olimpia delle Tofane, nur 13 Sekunden nach Rennstart. Vonn war trotz eines Kreuzbandrisses, den sie Ende Januar erlitten hatte, an den Start gegangen. In der laufenden Saison hatte die Ski-Legende bereits zwei Weltcupsiege in der Abfahrt errungen und strebte in Cortina d'Ampezzo ihren zweiten Olympiasieg nach ihrem Triumph im Jahr 2010 an.

Abschließend hofft Vonn, mit ihrer Einstellung eine Inspiration für andere zu sein. „Das Leben ist zu kurz, um keine Risiken einzugehen. Denn das einzige Versagen im Leben ist, es nicht zu versuchen“, lautet ihr resümierendes Credo, das über den Sport hinausweist und ihre ungebrochene Motivation widerspiegelt.

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