Lindsey Vonn reflektiert über schweren Olympia-Sturz: „Ich habe das Risiko gewählt“
Nach einer weiteren Operation hat Skistar Lindsey Vonn ihre Gedanken zu dem schicksalhaften Sturz bei der Olympia-Abfahrt in Cortina d'Ampezzo geteilt. Die 41-Jährige, die trotz eines Kreuzbandrisses im linken Knie angetreten war, äußerte sich in einem Instagram-Video und betonte: „Ich wusste, was ich tat. Ich habe das Risiko gewählt.“ Vonn schilderte zudem, dass die jüngste Operation erfolgreich verlaufen sei und sie bald in die USA zurückkehren könne.
Komplexe Verletzung und mehrfache Operationen
Bei ihrem Sturz am vergangenen Sonntag hatte sich die Vancouver-Olympiasiegerin eine komplexe Schienbeinverletzung zugezogen. Diese wurde bereits mehrmals operiert, was für derartige Blessuren nicht ungewöhnlich ist. Zuletzt hatte Vonn ein Foto gezeigt, auf dem ihr Bein von einem sogenannten Fixateur, einem externen Metallgerüst, gestützt wird. Chefarzt Stefano Zanarella bezeichnete die Verletzung als komplizierten Fall, zeigte sich aber mit dem Genesungsverlauf zufrieden.
Vonn: „Mental war ich perfekt“
In ihren Äußerungen bedankte sich Vonn für die vielen Zuschriften und unterstrich, dass sie absolut bereit für die Abfahrt war – sowohl physisch als auch psychisch. „Mental war ich perfekt. Klar, fokussiert, hungrig, aggressiv und doch völlig ruhig“, schrieb die Skilegende. Doch selbst, wenn man die stärkste Person der Welt sei, habe der Berg noch immer alle Karten in der Hand.
„Es war den Sturz wert“ – Vonn blickt positiv in die Zukunft
Vonn teilte mit, dass sie den Sturz nicht bereue: „Es war den Sturz wert. Wenn ich nachts die Augen schließen, dann bereue ich nichts und die Liebe für das Skifahren ist immer noch da.“ Sie freue sich auf den Moment, wenn sie wieder oben auf dem Berg stehen könne, und betonte entschlossen: „Und das werde ich.“ Nach ihrer Entlassung aus der Klinik in Treviso und der Rückkehr in die Heimat will Vonn weitere Updates und Informationen über ihre Verletzung preisgeben. Zuvor hatte sie bereits angekündigt, dass in den USA womöglich weitere Operationen anstehen.



