Nach Disqualifikation: Leonie Maria Walter holt bei Paralympics Bronze über Mitteldistanz
Walter holt nach Disqualifikation Paralympics-Bronze

Starke Reaktion nach Rückschlag: Walter holt Paralympics-Bronze

Die deutsche Langläuferin Leonie Maria Walter hat bei den Paralympischen Winterspielen in Norditalien eindrucksvoll bewiesen, wie man mit Rückschlägen umgeht. Nur einen Tag nach ihrer enttäuschenden Disqualifikation im Langlauf-Sprint sicherte sich die 22-Jährige gemeinsam mit ihrem Guide Christian Krasman über die Mitteldistanz der Sehbehinderten die Bronzemedaille.

Emotionaler Medaillencoup nach bitterer Enttäuschung

Am Dienstag war Walter noch als Zweite im Finale des Langlauf-Sprints ins Ziel gelaufen, musste jedoch anschließend eine schmerzhafte Disqualifikation hinnehmen. Grund war ein Regelverstoß ihres Begleitläufers Krasman, der bei einem Anstieg die Technik gewechselt hatte. Ein deutscher Protest gegen diesen Ausschluss blieb ohne Erfolg. Doch anstatt sich von diesem Rückschlag unterkriegen zu lassen, zeigte die Athletin aus dem Schwarzwald am nächsten Tag eine beeindruckende mentale Stärke.

Über die 10-Kilometer-Distanz kämpfte sich Walter zurück aufs Podest und holte damit bereits ihre zweite Bronzemedaille bei diesen Spielen – nachdem sie zuvor bereits im Biathlon-Sprint Dritte geworden war. Insgesamt ist dies bereits die sechste Paralympics-Medaille in der Karriere der jungen Sportlerin.

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Russische Dominanz und deutsche Teamleistung

Die Goldmedaille ging erwartungsgemäß an die russische Athletin Anastasija Bagijan, die damit im Langlauf-Sprint ihren souveränen Sieg wiederholte und die insgesamt vierte Goldmedaille für Russland bei diesen Spielen sicherte. Die sechsköpfige russische Mannschaft führt damit deutlich im Medaillenspiegel.

Das deutsche Team steht nach diesem erneuten Medaillencoup von Walter bei einmal Gold, viermal Silber und sechsmal Bronze. Walter lag in ihrem Rennen letztlich fast sechs Minuten hinter der siegreichen Russin, konnte aber einen Vorsprung von 57 Sekunden auf den vierten Platz verteidigen.

Teamkollegin muss Tempo bezahlen

Auf Position fünf landete Walters 19-jährige Teamkollegin Linn Kazmaier mit Guide Florian Baumann, die mit einem Abstand von 8:14,0 Minuten ins Ziel kam. Die junge Athletin musste ihrem hohen Anfangstempo auf den 10 Kilometern hinten raus Tribut zollen. Interessanterweise hatte Kazmaier noch von Walters Disqualifikation am Vortag profitiert und war dadurch vom Bronze- auf den Silberrang im Sprint aufgerückt.

Gesundheitliche Probleme bei Recktenwald

Eine andere deutsche Hoffnungsträgerin fehlte bei diesem Rennen: Johanna Recktenwald, Deutschlands Sportlerin des Jahres, hatte gesundheitlich leicht angeschlagen auf einen Start über die Mitteldistanz verzichtet. Die Athletin peilt jedoch eine Rückkehr bei der Sprintverfolgung im Biathlon am Freitag an und bleibt damit weiter im Medaillenkalkül.

Die Paralympischen Winterspiele in Norditalien zeigen einmal mehr, welch herausragende Leistungen Sportler mit Behinderung erbringen können und wie wichtig mentale Stärke im Hochleistungssport ist. Leonie Maria Walter hat mit ihrer Reaktion auf die Disqualifikation nicht nur eine weitere Medaille gewonnen, sondern auch bewiesen, dass wahre Champions aus Rückschlägen gestärkt hervorgehen können.

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