Jugendlicher aus Wittenberge entwickelt Metall-Analyse-Mikroskop für Bundeswettbewerb
Schüler entwickelt Metall-Analyse-Mikroskop für Jugend forscht

Innovative Metallanalyse: Wittenberger Schüler entwickelt Mikroskop für Bundeswettbewerb

Ein junger Tüftler aus der Prignitz macht mit einer außergewöhnlichen Erfindung auf sich aufmerksam. Der 16-jährige Gustav Moeck aus Wittenberge hat ein spezielles Mikroskop entwickelt, das zur Bestimmung von Metallen eingesetzt werden kann. Mit diesem Gerät will der Schüler beim renommierten Bundeswettbewerb Jugend forscht überzeugen und hat bereits auf Landesebene beachtliche Erfolge erzielt.

Kostengünstige Lösung mit durchdachter Technik

Das Gerät präsentiert sich auf den ersten Blick wie eine kompakte Lampe, verbirgt jedoch ein ausgeklügeltes Mikroskop-System in seinem Inneren. Gustav Moeck, der das Marie-Curie-Gymnasium in Wittenberge besucht, hat monatelang an der Entwicklung und Optimierung seiner Erfindung gearbeitet. Die Funktionsweise ist beeindruckend: Ein Magnetring haftet am zu untersuchenden Metall, während eine integrierte Lampe das Objekt beleuchtet. Über ein handelsübliches Smartphone kann das Material bis zu 400-fach vergrößert werden, wodurch eine mikroskopische Untersuchung ermöglicht wird. Die Energieversorgung erfolgt praktischerweise über eine Powerbank.

Alle notwendigen Komponenten konnte ich bei Amazon erwerben, erklärt der junge Erfinder. Den Kunststoffrahmen hat er eigenständig mithilfe eines 3D-Druckers hergestellt. Insgesamt 50 Druckversuche waren nötig, bis das Ergebnis seinen hohen Ansprüchen genügte. Das gesamte System ist nicht nur kostengünstig, sondern auch äußerst benutzerfreundlich, betont Moeck. Eine besondere Innovation stellt der vordere Ring mit Gewinde dar, der eine präzise Fokussierung auf das Metall ermöglicht.

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Praktische Anwendungen und Marktpotenzial

Mit seiner Erfindung verfolgt Gustav Moeck ambitionierte Ziele. Neben dem Wettbewerbserfolg bei Jugend forscht plant er die kommerzielle Vermarktung über sein Kleinunternehmen GM3D Technology. Das Gerät kann beispielsweise erkennen, ob bei einem Metall Bruchgefahr besteht oder ob Verarbeitungsfehler vorliegen, erläutert der Schüler. Auch Schlackeneinschlüsse, die bei Schweißarbeiten entstehen können, lassen sich mit dem Vergrößerungsapparat identifizieren. Oft kennt man die genaue Zusammensetzung eines Metalls nicht, so Moeck. Mit meiner Entwicklung soll diese Bestimmung deutlich vereinfacht werden.

Die Idee entstand in Zusammenarbeit mit der Betreuerfirma DeltaSigma Analytics aus Magdeburg, doch die konkrete Konstruktion und Umsetzung lag vollständig in den Händen des jungen Erfinders. Effektiv habe ich drei bis vier Wochen intensiv an dem Gerät gearbeitet, berichtet er stolz.

Erfolgreiche Wettbewerbsbilanz und Bundesfinale

Die bisherige Bilanz kann sich sehen lassen: Beim Regionalwettbewerb Brandenburg West von Jugend forscht sicherte sich Gustav Moeck Anfang März den ersten Platz in der Kategorie Technik. Ende desselben Monats folgte der Landessieg. Beide Erfolge wurden zusätzlich mit einem Sonderpreis der Deutschen Gesellschaft für zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP) gewürdigt.

Nun steht das Bundesfinale bevor, das vom 28. bis 31. Mai im bayerischen Herzogenaurach stattfindet. Es handelt sich um einen vollständig funktionierenden Prototypen, unterstreicht der 16-Jährige. Seine Begeisterung für Technik und Computer treibt ihn dabei kontinuierlich an. Ganz aus eigenem Antrieb habe ich mich bei Jugend forscht beworben, erzählt Moeck. Er hofft, durch den Bundeswettbewerb sein innovatives Produkt deutschlandweit bekannt zu machen und gleichzeitig weitere Verbesserungen umzusetzen.

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