Iran enthüllt Kamikaze-Drohne „Arash 3“ mit 2000 km Reichweite
Iran zeigt neue Kamikaze-Drohne „Arash 3“

Der Iran hat mitten in Teheran eine neue „Wunder-Drohne“ präsentiert: Die „Arash 3“ soll eine angebliche Reichweite von 2000 Kilometern haben und könnte demnach leicht Tel Aviv erreichen. Die neuartige Kamikaze-Drohne ist für einen einzigen Einsatz konzipiert: Sie steuert ihr Ziel direkt an und zerstört sich beim Einschlag selbst. Besonders ihre vom Iran angegebene Reichweite sorgt im Nahen Osten für Unruhe und Aufsehen.

Präsentation bei Kundgebung in Teheran

Wie der Schweizer „Blick“ berichtet, wurde das neue System bei einer Kundgebung in Teheran erstmals öffentlich präsentiert – als sichtbares Signal an die USA und Israel. Die Veranstaltung im Stadtzentrum am vergangenen Donnerstag trug den Namen „Hingabe an den Iran“. Der Name der Drohne verweist auf „Arash den Bogenschützen“, eine Figur aus der persischen Mythologie, die für eine legendäre Fernschuss-Szene bekannt ist.

Technische Daten der „Arash 3“

Nach iranischen Angaben verfügt die „Arash 3“ über eine Sprengladung von 150 Kilogramm und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 600 Kilometern pro Stunde. Mit einer Länge von etwa dreieinhalb Metern und einer Spannweite von 2,5 Metern gehört sie zu den größeren Systemen dieser Klasse. Technisch nutzt die Drohne laut „Blick“ eine Kombination aus Satellitennavigation und einem internen System, das ihre Bewegung selbst berechnet. So kann sie weiterfliegen, wenn kein GPS-Signal verfügbar ist. Auch die Vorläufermodelle sind für Angriffe auf entfernte Ziele konzipiert. Das Fachportal „Military Aviation“ schrieb bereits der „Arash-2“ eine Reichweite von rund 2000 Kilometern zu.

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Strategie der Überlastung

Bereits Anfang März schaffte es eine iranische Kamikaze-Drohne, Berichten zufolge, bis nach Aserbaidschan. Auch Angriffe in Israel wurden gemeldet, die mutmaßlich auf das Arash-System zurückgehen. Insgesamt folgt die Strategie einer einfachen Logik: Viele Einwegdrohnen werden gleichzeitig gestartet, um die Luftabwehr der Feinde zu überlasten. Dabei wird der Totalverlust der Drohnen in Kauf genommen – entscheidend ist nur, dass die Luftverteidigung des Gegners ständig teure Ressourcen verbrauchen muss.

Spannungen im Persischen Golf

Die Präsentation der neuen Waffe fällt in eine Pattsituation zwischen den USA und dem Iran im Persischen Golf. Am heutigen Montag dementierten die USA, dass die iranischen Streitkräfte ein US-Kriegsschiff mit Raketen getroffen hätten. Die Berichte iranischer Medien, dass ein Schiff von zwei Raketen getroffen worden sei, seien falsch. Kein Schiff der US-Marine sei getroffen worden. Am späten Nachmittag meldete das US-Zentralkommando (Centcom), dass zwei US-Kriegsschiffe die Straße von Hormus durchfahren hätten.

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