Schnieder kündigt U-Space-Gesetz an: Drohnen sollen deutschen Luftraum erobern
U-Space-Gesetz: Drohnen sollen Luftraum erobern

Bundesverkehrsminister plant Gesetz für Drohnen-Lufträume

Der Einsatz kommerzieller Drohnen in Deutschland soll deutlich vereinfacht werden. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) kündigte bei der Drohnenmesse Xponential in Düsseldorf an, bald einen Gesetzentwurf für sogenannte U-Spaces vorzulegen. Diese speziellen Lufträume sollen den gleichzeitigen Betrieb von unbemannten und bemannten Fluggeräten ermöglichen.

U-Spaces als Grundlage für fortgeschrittene Luftmobilität

„Wenn alles so läuft, wie wir es planen und uns vorstellen, werden wir in diesem Jahr ein U-Space-Gesetz haben als erster Mitgliedstaat der EU“, erklärte Schnieder. Die U-Spaces – das „U“ steht für unbemannt – würden wichtige Erkenntnisse liefern, wie Drohnen sicher in den bestehenden Luftraum integriert werden können. Dies sei ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur flächendeckenden Einführung der Advanced Air Mobility, bei der Drohnen selbstverständlich zum Mobilitätsmix gehören.

Teststrecken in Berlin und weiteren Bundesländern geplant

Bereits in Kürze sollen auf verschiedenen Teststrecken praktische Erfahrungen gesammelt werden. In Berlin ist geplant, dass Drohnen zwischen dem stillgelegten Flughafen Tegel und dem Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg (BER) verkehren können. Darüber hinaus wurde Interesse an Teststrecken in der Lausitz (Brandenburg), Ingolstadt (Bayern), Hamburg und Nordrhein-Westfalen bekundet. Der Minister sicherte den Branchenvertretern zu, bürokratische Hürden abzubauen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten kommerzieller Drohnen

Die Xponential-Messe in Düsseldorf zeigt mit rund 360 Ausstellern aus 43 Ländern das enorme Potenzial der Drohnentechnologie. Kommerzielle Drohnen werden bereits heute vielfältig eingesetzt:

  • Inspektion von Industrieanlagen und Kraftwerken
  • Landwirtschaftliche Anwendungen zur Erkennung von Schädlingsbefall
  • Unterstützung von Feuerwehr und Polizei bei Suchaktionen
  • Logistische Transporte von dringenden Medikamenten oder Organspenden

Der Minister betonte, dass besonders für zeitkritische Transporte – wie medizinische Güter – Drohnenlösungen entscheidend sein können. Die geplanten gesetzlichen Rahmenbedingungen sollen solche Einsätze künftig erleichtern und den Weg für innovative Anwendungen ebnen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration