Bidirektionales Laden in Deutschland jetzt lukrativ
Seit Ende 2025 können Besitzer von Elektroautos in Deutschland mit der Batterie ihres Fahrzeugs Geld verdienen. Das Prinzip des bidirektionalen Ladens, bei dem der Akku als temporärer Stromspeicher dient und Energie ins Netz zurückspeist, ist in Frankreich bereits länger etabliert. Nun profitieren auch deutsche Fahrer von dieser Technologie.
Ersparnis von 600 bis 900 Euro pro Jahr
Marcus Fendt, Geschäftsführer von The Mobility House Energy, beziffert das Potenzial: „E-Auto-Besitzer können jährlich zwischen 600 und 900 Euro sparen oder verdienen.“ Das Unternehmen vermittelt die Nutzung der Fahrzeugbatterien für netzdienliche Zwecke. Fendt erläutert: „Wenn tausende Autobatterien gebündelt werden, entsteht ein virtueller Speicher, der Schwankungen im Stromnetz ausgleicht.“
Funktionsweise und Voraussetzungen
Bidirektionales Laden erfordert ein geeignetes E-Auto sowie eine kompatible Wallbox. Der Fahrer legt fest, wann das Auto mindestens wie viel Ladung benötigt. In Zeiten hoher Strompreise oder Netzlast gibt die Batterie Strom ab, zu günstigen Zeiten wird sie geladen. Die Differenz wird vergütet. Laut Fendt ist die Technik sicher und beeinträchtigt die Batterielebensdauer kaum.
Vorreiter Frankreich und Ausblick
In Frankreich ist bidirektionales Laden bereits seit mehreren Jahren im Einsatz. Der deutsche Markt folgt nun mit regulatorischen Anpassungen. „Deutschland holt auf, aber das Potenzial ist riesig“, so Fendt. Mit rund 1,5 Millionen E-Autos in Deutschland könnte der virtuelle Speicher eine bedeutende Größe erreichen und zur Stabilisierung der Energiewende beitragen.



