Satellitenradar enthüllt mögliche zweite Sphinx unter Gizeh-Plateau
Zweite Sphinx unter Gizeh? Satellitenradar zeigt Struktur

Satellitenradar zeigt riesige Struktur unter Sand: Forscher behauptet Existenz einer zweiten Sphinx

Ein italienischer Forscher ist überzeugt, dass unter den Pyramiden von Gizeh eine archäologische Sensation verborgen liegt: eine zweite Sphinx. Filippo Biondi präsentierte seine Erkenntnisse am Donnerstag im US-Podcast „Matt Beall Limitless“ und sorgte damit für Aufsehen in der Fachwelt. Der britische TV-Sender „gbnews“ berichtete ausführlich über die kontroversen Behauptungen.

Traumstele als historischer Hinweis

Biondis wichtigstes Indiz ist die sogenannte „Traumstele“, ein antikes Steinmonument zwischen den Vorderpfoten der Großen Sphinx. Auf dieser Stele sind deutlich zwei Sphinxfiguren zu erkennen – nicht nur eine, wie bisher angenommen. Der Forscher und sein Team interpretieren diese Darstellung nicht als symbolische Abbildung, sondern als konkreten Hinweis auf ein real existierendes zweites Denkmal.

Die Traumstele wurde um 1401 v. Chr. von Pharao Thutmosis IV. während der 18. Dynastie errichtet und stellt somit ein bedeutendes historisches Dokument dar. Bereits vor mehr als einem Jahrzehnt hatte der Ägyptologe Bassam El Shammaa eine ähnliche Theorie aufgestellt. Er stützte sich dabei auf alte Aufzeichnungen, die von Blitzeinschlägen in die Sphinx berichten. Der ehemalige ägyptische Antikenminister Zahi Hawass wies diese Behauptungen jedoch entschieden zurück und verwies darauf, dass das Gebiet bereits umfassend archäologisch untersucht worden sei – ohne entsprechende Beweise zu finden.

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Moderne Technologie bestätigt Verdacht

Um seine Vermutung wissenschaftlich zu untermauern, nutzte Biondi modernste Satellitenradartechnologie zur Untersuchung des Bodens unter dem Gizeh-Plateau. Die Ergebnisse sind verblüffend: Unter einem Hügel aus verdichtetem Sand liegt offenbar ein gewaltiges Bauwerk mit erstaunlicher geometrischer Präzision. Das Forschungsteam zog eine Linie vom Zentrum der Chephren-Pyramide zur bekannten Sphinx und spiegelte diese vom Zentrum der Großen Pyramide aus. Dabei identifizierten sie einen exakten Punkt auf der gegenüberliegenden Seite, an dem die Radarsignale eine zweite monumentale Struktur vermuten lassen.

„Dieser kleine Berg hat eine Höhe von etwa 108 Fuß, das entspricht ungefähr 33 Metern“, erläuterte Biondi die Dimensionen der entdeckten Formation. Während die ursprüngliche Sphinx in einer flachen Senke unterhalb der Plateauoberfläche liegt, zeigen erste Scans der neuen Struktur vertikale Schächte und unterirdische Gänge, die verblüffende Ähnlichkeiten mit denen unter der bekannten Sphinx aufweisen.

Unglaubliche Symmetrie zwischen den Bauwerken

„Zwischen dem ersten und dem zweiten Monument besteht eine unglaubliche Symmetrie“, betonte der italienische Forscher nach Auswertung der Radardaten. Diese präzise Ausrichtung deutet auf eine bewusste architektonische Planung hin und könnte die Theorie einer zweiten Sphinx weiter stützen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Biondis Team massive unterirdische Strukturen unter dem Gizeh-Plateau entdeckt und von einer „unterirdischen Megastruktur“ gesprochen. „Unten unter dem Gizeh-Plateau befindet sich etwas sehr Großes, das wir vermessen“, erklärte er damals. Allerdings werden solche Behauptungen zu verborgenen Bauwerken von der etablierten Fachwelt bisher mit Skepsis betrachtet. Die Entdeckungen sind weder archäologisch noch durch offizielle Grabungen bestätigt worden und werden oft als übertrieben bewertet.

Weitere Untersuchungen notwendig

Biondi selbst räumt ein, dass Vor-Ort-Untersuchungen mit Geologen und Archäologen unerlässlich seien, bevor endgültige Schlussfolgerungen gezogen werden könnten. Sein Team hat inzwischen einen formellen Projektvorschlag ausgearbeitet, der den ägyptischen Behörden zur Genehmigung vorgelegt werden soll. Nur durch systematische Ausgrabungen und wissenschaftliche Analysen ließe sich klären, ob tatsächlich eine zweite Sphinx unter dem Sand von Gizeh verborgen liegt oder ob es sich um natürliche geologische Formationen handelt.

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Die Diskussion um verborgene Strukturen unter den Pyramiden von Gizeh wird die archäologische Gemeinschaft auch in Zukunft beschäftigen. Während einige Forscher von bahnbrechenden Entdeckungen träumen, mahnen andere zur wissenschaftlichen Vorsicht und verweisen auf die zahlreichen bereits durchgeführten Untersuchungen in dem Gebiet.