Berlin will Europas Nummer 1 für Deep Tech werden
Berlin. Die Hauptstadt strebt die europäische Führungsrolle im Bereich Deep Tech an. Mit der neuen „Deep Tech Berlin Agenda“ will der Senat gezielt innovative Unternehmen fördern und den Standort zukunftsfähig machen. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) stellte das ambitionierte Programm nach der Senatssitzung vor.
Schlüsseltechnologien als Wirtschaftsmotor
Deep Tech sei ein stark wachsender Wirtschaftszweig, betonte Giffey. Dabei handele es sich um wissenschaftsbasierte Unternehmen, die auf Grundlagenforschung aufbauen und Schlüsseltechnologien entwickeln. Diese würden Verfahren, Prozesse und Produkte massiv verändern. Als Beispiele nannte sie eine Methode zur Blutzuckermessung ohne Nadel sowie eine pinguinförmige Unterwasserdrohne, die Flugzeugwracks oder vermisste Personen orten kann.
Starke Präsenz in Biotechnologie und KI
In Berlin gibt es nach Angaben der Senatorin zwischen 600 und 1000 Deep-Tech-Unternehmen, mit stark steigender Tendenz. Diese Firmen, vor allem in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Biotechnologie und Mikroelektronik, tragen wesentlich zum überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstum der Stadt bei. Berlin wolle Innovationsstandort Nummer eins in Europa werden, so Giffey.
Unabhängigkeit als strategisches Ziel
Angesichts der internationalen Konkurrenz aus Asien, den USA und China sei es wichtig, die eigene Unabhängigkeit zu bewahren. Die neue Agenda sieht daher eine gezielte Unterstützung und Förderung der Deep-Tech-Branche vor, um Berlins Spitzenposition zu sichern und auszubauen.



