Eine massive Internetpanne hat in der Nacht zahlreiche Websites mit der Adressendung „.de“ vorübergehend lahmgelegt. Betroffen waren viele bekannte Seiten, die plötzlich nicht mehr aufrufbar waren. Die zuständige Registrierungsstelle Denic bestätigte die Störung und gab erste Details bekannt.
DNS-Dienst als Ursache identifiziert
Laut Denic lag das Problem im DNS-Service (Domain Name System) zur Auflösung von Domainnamen. DNS-Dienste fungieren wie ein digitales Adressbuch: Sie übersetzen menschenlesbare Webadressen wie „wikipedia.de“ in numerische IP-Adressen, die für die technische Verbindung erforderlich sind. Ohne diese Übersetzung können Nutzer die gewünschten Seiten nicht erreichen.
Fehlerhafte Signatur führte zu Ausfällen
Die Störung begann am Dienstagabend gegen 22 Uhr. Besonders betroffen waren Internetseiten, die mit dem Sicherheitsmechanismus DNSSEC geschützt sind. DNSSEC soll vor gefälschten DNS-Antworten schützen, indem es digitale Signaturen verwendet. Genau hier lag das Problem: Eine fehlerhafte Signatur – eine Art digitale Unterschrift – verhinderte die korrekte Auflösung der Domainnamen. In der Folge konnten viele .de-Websites nicht geladen werden.
Störung nach wenigen Stunden behoben
Die Techniker von Denic arbeiteten an der Behebung des Problems. Bereits am frühen Mittwochmorgen gegen 1:15 Uhr meldete die Registrierungsstelle, dass die Störung vollständig behoben sei. Alle betroffenen Websites waren wieder erreichbar. Ausfälle aufgrund von DNS-Problemen treten immer wieder auf, wie ähnliche Vorfälle in der Vergangenheit zeigen. Dennoch sorgte die Panne für Verunsicherung bei vielen Internetnutzern, die auf die Verfügbarkeit von .de-Seiten angewiesen sind.



