US-Astronautin Jessica Meir nimmt Plüschhasen ihrer Tochter mit zur ISS
Jessica Meir nimmt Plüschhasen ihrer Tochter zur ISS

US-Astronautin Jessica Meir startet mit persönlichem Begleiter zur Internationalen Raumstation

Am Mittwoch beginnt eine neue Mission zur Internationalen Raumstation ISS, bei der die US-Astronautin Jessica Meir einen besonderen flauschigen Begleiter an Bord hat: einen Plüschhasen, der ihrer dreijährigen Tochter gehört. Bei einer Pressekonferenz am Sonntag erklärte Meir, dass ihre Tochter zwei identische Hasen besitzt – einer bleibt auf der Erde, während der andere auf der ISS "ständig Abenteuer" erleben und regelmäßig Fotos nach Hause senden wird. Dieser persönliche Touch soll die lange Trennung von acht Monaten erleichtern, da Meir betonte, wie schwierig es sei, von ihrem so jungen Kind getrennt zu sein.

Historischer Start mit Crew-12 und internationaler Besatzung

Die Crew-12, bestehend aus vier Raumfahrern, soll am Mittwoch mit einer Falcon-9-Trägerrakete von SpaceX von Cape Canaveral in Florida aus starten. Die NASA bestätigte den Starttermin nach einem kurzzeitigen Startverbot für die Rakete am Freitag. Neben Jessica Meir gehören zur Besatzung:

  • Jack Hathaway, US-Astronaut
  • Sophie Adenot, französische Astronautin
  • Andrej Fedjaew, russischer Kosmonaut

Alle Crewmitglieder dürfen einige persönliche Gegenstände mit ins All nehmen, wobei Meirs Plüschhase besonders hervorsticht. Die Astronautin hofft, dass ihre Tochter eines Tages verstehen wird, dass diese Abwesenheit sinnvoll war, da es ein Abenteuer ist, an dem sie teilhaben kann und das sie hoffentlich inspirieren wird.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Hintergrund: Vorherige ISS-Missionen und Meirs Erfahrung

Die aktuelle Mission folgt auf eine ungewöhnliche Evakuierung Mitte Januar, als vier Raumfahrer der vorherigen ISS-Besatzung aus medizinischen Gründen vorzeitig zur Erde zurückkehrten. Die NASA hat bis heute nicht mitgeteilt, welcher der Astronauten – Mike Fincke und Zena Cardman aus den USA, Kimiya Yui aus Japan und Oleg Platonow aus Russland – gesundheitliche Probleme hatte. Seit ihrer Abreise halten der US-Astronaut Chris Williams und die russischen Kosmonauten Sergej Kud-Swertschkow und Sergej Mikajew die Stellung auf der ISS, nachdem sie im November dort eingetroffen waren.

Jessica Meir, 48 Jahre alt, bringt bereits umfangreiche Erfahrung mit: Sie diente als Bordingenieurin von 2019 bis 2020 während der Sojus MS-15-Mission auf der ISS. Im Oktober 2019 absolvierte sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Christina Koch einen historischen Außeneinsatz von über sieben Stunden – das erste rein weibliche Team bei einem solchen "Weltraumspaziergang". Nach sechs Monaten im All kehrte sie am 17. April 2020 zur Erde zurück, just in eine Welt, die durch die Coronapandemie tiefgreifend verändert war.

Diese neue Mission unterstreicht nicht nur die menschliche Seite der Raumfahrt, sondern auch die internationale Zusammenarbeit und die persönlichen Geschichten, die hinter den technischen Errungenschaften stehen. Mit dem Plüschhasen an Bord symbolisiert Meir die Verbindung zwischen Familie und wissenschaftlichem Fortschritt, ein Thema, das in der heutigen Raumfahrt zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration