Blizzard-Alarm im Nordosten der USA: New York verhängt Fahrverbot bei Schneechaos
Blizzard-Alarm in USA: New York verhängt Fahrverbot

Schneesturm legt Nordosten der USA lahm: New York verhängt Fahrverbot

Ein massiver Wintersturm zieht derzeit über den Nordosten der Vereinigten Staaten und bringt das öffentliche Leben in mehreren Bundesstaaten zum Erliegen. Die Behörden haben für weite Teile der Region Blizzard-Warnungen ausgegeben und drastische Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

New York City im Ausnahmezustand

In der größten Stadt der USA, New York, hat Bürgermeister Zohran Mamdani angesichts der extremen Wetterbedingungen ein umfassendes Fahrverbot verhängt. Von Sonntagabend bis Montagmittag sind Straßen, Autobahnen und Brücken für den gesamten motorisierten Verkehr gesperrt. Das Verbot gilt für Autos, Lastwagen, Motorroller und E-Bikes gleichermaßen. Lediglich Einsatzkräfte sind von dieser Regelung ausgenommen.

Die Maßnahmen gehen noch weiter: Am Broadway wurden sämtliche Theatervorstellungen abgesagt, Schulen bleiben geschlossen, und städtische Einrichtungen wie Bibliotheken haben ihren Betrieb eingestellt. Mamdani appellierte eindringlich an die Bürger, ihre Wohnungen nicht zu verlassen. Gleichzeitig wiesen die Behörden auf Notunterkünfte in allen Stadtbezirken hin, in denen Menschen Zuflucht und Wärme finden können.

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Millionen Menschen betroffen

Insgesamt sind rund 35 Millionen Einwohner von Unwetterwarnungen betroffen, wie der US-Sender CNN berichtete. Meteorologen prognostizieren in einigen Regionen Schneefälle von mehr als 50 Zentimetern. Ein Blizzard, definiert als starker Schneesturm mit Windgeschwindigkeiten über 55 Kilometern pro Stunde und Sichtweiten unter 400 Metern, kann das öffentliche Leben vorübergehend komplett lahmlegen.

Die Situation ist besonders kritisch, da bei einem ähnlichen Wintersturm im Januar bereits 18 Menschen in den Straßen von New York ums Leben kamen. Die aktuellen Maßnahmen sollen eine Wiederholung dieser Tragödie verhindern.

New Jersey warnt vor "unglaublich gefährlicher" Lage

Im benachbarten Bundesstaat New Jersey gilt ebenfalls eine Blizzard-Warnung. Gouverneurin Mikie Sherrill rief die Bevölkerung dazu auf, Vorräte anzulegen und während des Sturms zu Hause zu bleiben. Auch in New Jersey trat am Abend ein Verkehrsverbot in Kraft. Sherrill betonte, die Kombination aus heftigen Sturmböen und massiven Schneemengen mache das Autofahren "unglaublich gefährlich".

Flugverkehr massiv beeinträchtigt

Die Auswirkungen des Wintersturms sind im gesamten Luftverkehr spürbar. Nach Angaben US-amerikanischer Medien, die sich auf das Flugverfolgungsportal "Flightaware" berufen, wurden bereits mehr als 8.000 Flüge gestrichen. Besonders betroffen sind die Flughäfen in der Region New York, Boston und Philadelphia, wo der Betrieb teilweise komplett eingestellt wurde.

Wiederholung extremer Winterereignisse

Dies ist bereits der dritte schwere Wintersturm innerhalb weniger Wochen, der die USA heimsucht. Anfang Februar brachte ein Unwetter Schnee, Orkanböen und gefährliche Minustemperaturen in den Südosten des Landes. In North Carolina fielen Schneemengen, wie sie seit Beginn der Aufzeichnungen vor etwa 150 Jahren nur selten gemessen wurden. Selbst in Florida wurden Kälterekorde für den Monat Februar gebrochen, mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt - Werte, die dort zuletzt Ende der 1980er Jahre registriert worden waren.

Ende Januar hatte bereits ein Wintersturm den Süden, Mittleren Westen und die Ostküste der Vereinigten Staaten erfasst und das Leben weitgehend zum Erliegen gebracht. Nach Medienberichten kamen damals mindestens 85 Menschen in mehreren Bundesstaaten ums Leben.

Die aktuelle Situation zeigt, wie anfällig selbst hoch entwickelte Metropolregionen für extreme Wetterphänomene sind. Die Millionenstadt New York rüstet sich nun für einen weiteren Kampf gegen die Naturgewalten, während Millionen Menschen in ihren Häusern ausharren und auf ein Ende des Schneechaos warten.

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