Überschwemmungen in Brasilien: Mehr als 50 Tote nach heftigen Regenfällen im Südosten
Brasilien: Über 50 Tote bei Überschwemmungen

Verheerende Überschwemmungen in Brasilien fordern über 50 Todesopfer

Im Südosten Brasiliens haben heftige Regenfälle eine verheerende Spur der Zerstörung hinterlassen. Die Zahl der Todesopfer nach den Überschwemmungen im Bundesstaat Minas Gerais hat sich auf mindestens 54 erhöht. Tausende Menschen verloren ihr Zuhause, viele Familien trauern um geliebte Angehörige.

Städte Juiz de Fora und Ubá besonders stark betroffen

In der Großstadt Juiz de Fora wurden nach Angaben der Stadtverwaltung 48 Tote und 13 Vermisste registriert. In der etwa 100 Kilometer entfernten Stadt Ubá kamen sechs weitere Menschen ums Leben, zwei Personen gelten dort als vermisst. Die heftigen Regenfälle, die seit der Nacht von Montag auf Dienstag andauern, rissen zahlreiche Häuser mit sich und überfluteten Straßen in der gesamten Region.

Mehr als 3.500 Bewohner wurden durch die Naturkatastrophe obdachlos. Die Bergungsarbeiten mussten in der Nacht zu Donnerstag zeitweise unterbrochen werden, da anhaltende Regenfälle und die akute Gefahr neuer Erdrutsche die Rettungskräfte behinderten. Die hügelige Topografie der Region begünstigt bei solchen Starkregenereignissen besonders Erdrutsche und Überschwemmungen.

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Herzzerreißende Einzelschicksale und dramatische Rettungsaktionen

Besonders stark betroffen war ein Wohnviertel in Juiz de Fora. Dort starb eine Mutter, nachdem sie sich beim Einsturz ihres Hauses schützend auf ihren sechsjährigen Sohn geworfen hatte, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete. „Sie hat sich auf Antony geworfen und so sein Leben gerettet“, erzählte die Mutter der Verstorbenen. Der Junge überlebte verschüttet unter den Trümmern und konnte gerettet werden.

Eine andere Bewohnerin verlor bei einem Erdrutsch sowohl ihre Mutter als auch ihre zweijährige Tochter. „Es ging alles sehr schnell. Ich habe meine Mutter und meine Tochter auf einmal verloren, alles, was ich in diesem Leben hatte“, sagte sie dem Radiosender Itatiaia unter Tränen. Diese tragischen Einzelschicksale verdeutlichen das immense menschliche Leid, das die Überschwemmungen verursacht haben.

Katastrophenfall ausgerufen – regenreichster Februar seit Messbeginn

Die Stadt Juiz de Fora hatte bereits den Katastrophenfall ausgerufen, den Unterricht an städtischen Schulen ausgesetzt und mehrere öffentliche Einrichtungen in Notunterkünfte umgewandelt. Bürgermeisterin Margarida Salomão sprach von dem regenreichsten Februar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und bezeichnete die Lage als äußerst kritisch. Weitere Niederschläge werden mindestens bis Freitag erwartet, was die ohnehin schon prekäre Situation zusätzlich verschärfen könnte.

Die Bergungs- und Rettungsarbeiten gestalten sich unter diesen schwierigen Bedingungen besonders herausfordernd. Die anhaltenden Regenfälle und die instabile Bodenbeschaffenheit stellen die Einsatzkräfte vor enorme logistische Probleme. Die Region steht vor einer langwierigen Aufräum- und Wiederaufbauphase, während die Suche nach Vermissten unter Hochdruck weitergeht.

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