Frühlingswetter mit bis zu 23 Grad: DWD warnt vor kurzer Schönwetterphase
Frühlingswetter mit bis zu 23 Grad: DWD warnt vor kurzer Phase

Frühlingshafte Temperaturen erobern Deutschland

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach kündigt eine ungewöhnlich milde Wetterphase für weite Teile Deutschlands an. Nach den eisigen und schneereichen Wochen zuvor stellt sich nun zunehmend Hochdruckeinfluss ein, der für trockenes und sonniges Wetter sorgt. Die Temperaturen steigen dabei auf frühlingshafte Werte zwischen 15 und 20 Grad, in einigen Regionen sogar deutlich darüber.

Höhepunkt der Wärme am Freitag

Am Donnerstag werden bereits verbreitet 15 bis 21 Grad erwartet, wobei der Osten mit 13 bis 17 Grad etwas kühler bleibt. Diese Temperaturunterschiede erklärt der DWD mit einer südwestlichen Strömung, die ungewöhnlich milde Luft heranführt. „Vor allem im Südwesten ist bereits deutliches Frühlingswetter zu spüren. Aber auch der Osten, wo Januar und Februar sehr kalt verliefen, taut allmählich auf“, erläutert Meteorologe Marco Manitta.

Der absolute Höhepunkt dieser milden Phase wird am Freitag erreicht. Mit Unterstützung der Sonne klettern die Temperaturen dann auf 15 bis 20 Grad, im Südwesten lokal sogar auf bis zu 23 Grad. „Der Freitag bietet sich damit ideal an, um Zeit im Freien zu verbringen, sei es bei einem Kaffee, einem Eis oder einem Spaziergang im Wald oder Park“, empfiehlt Manitta.

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Kaltfront beendet die frühlingshafte Episode

Doch die Schönwetterphase ist nur von kurzer Dauer. Bereits zum Wochenende nähert sich eine Kaltfront vom Westen her, die Wolken und Regen mit sich bringt. Im Nordwesten beginnt es bereits am Freitagabend zu regnen, später greift der Niederschlag bis in die Mitte Deutschlands über.

Am Samstag bleibt es laut DWD nur noch im Südosten frühlingshaft, während die Temperaturen allgemein auf 7 bis 14 Grad zurückgehen. „Am Sonntag bessert sich das Wetter zwar etwas, die Temperaturen gehen jedoch weiter zurück“, erklärt Manitta. Dennoch bleibe es für die Jahreszeit insgesamt zu mild.

Tauwetter und Hochwassergefahr

Die milde Witterung führt gleichzeitig zu starkem Tauwetter, das die Flüsse ansteigen lässt. Im Süden Bayerns warnte der DWD bis zum Dienstagabend vor starkem Tauwetter. In Schwaben näherten sich laut Hochwassernachrichtendienst die Wasserstände bereits der Meldestufe 3. Das bedeutet, dass einzelne bebaute Grundstücke, Keller oder Straßen überflutet sein können.

Diese frühlingshafte Phase kommt dem meteorologischen Frühlingsanfang am 1. März zuvor. Meteorologen teilen das Jahr zu statistischen Zwecken in vier gleich lange Jahreszeiten von je drei Monaten ein. Im Gegensatz dazu basieren die kalendarischen oder astronomischen Jahreszeiten auf den tatsächlichen Sonnenständen – der Frühling beginnt hier in diesem Jahr erst am 20. März.

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