Gemeiner Flieder: Warum er im Garten zum Problem wird
Gemeiner Flieder: Problem im Garten

Er duftet betörend und leuchtet in Lila, Weiß oder Rosa – doch ausgerechnet der Gemeine Flieder kann für Gärten zum Problem werden. Blühender Flieder gilt als Klassiker unter den Sommervorboten. In vielen Gärten und entlang von Wegen sorgt er für üppige Blüten und diesen unverwechselbaren Duft, der sofort ins Freie lockt. Die Sträucher ziehen bewundernde Blicke auf sich und schaffen eine fast schon romantische Atmosphäre. Doch im Garten sollte man auf ihn lieber verzichten.

Flieder im Garten: Schönheit mit Schattenseiten

Bei aller Pracht ist Vorsicht geboten. Nicht jede Fliedersorte eignet sich für den Garten. Vor allem der Gemeine Flieder (Syringa vulgaris) ist nicht immer die beste Wahl für Hobbygärtner, berichtet myHOMEBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer).

Schon der Name klingt wenig schmeichelhaft: Gemeiner Flieder. Er duftet zwar genauso herrlich wie andere Sorten, wird aber vom Bundesamt für Naturschutz als invasive Art eingestuft. Es wird angenommen, dass der Gewöhnliche Flieder heimische Arten verdrängt und so die Artenvielfalt gefährdet. Ursprünglich stammt er aus Südosteuropa und wurde schon vor hunderten Jahren nach Deutschland gebracht.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Invasiv und ohne Nutzen für Insekten?

Doch damit nicht genug. In einem TikTok-Video heißt es, dass die Blüten zwar intensiv süß duften, der Nektar allerdings sehr bitter ist. Genau deshalb bietet der Gewöhnliche Flieder keine Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln oder andere Insekten.

Auch der Schmetterlingsflieder gilt übrigens als invasiv. Er liefert Insekten aber immerhin eine wertvolle Nahrungsquelle.

Beim Entfernen bitte beachten

Der Gemeine Flieder breitet sich seit Jahren in Deutschland aus. Deshalb steht er in vielen Gärten, oft wird er sogar gezielt gepflanzt. Wer künftig auf die invasive Art verzichten möchte, kann seinen Gemeinen Flieder im Herbst ausgraben.

Wichtig ist dabei, die sogenannten Wurzelläufer zu entfernen, denn über sie breitet sich die Pflanze hauptsächlich aus. Einfach nur abschneiden reicht nicht. Das würde ein erneutes Austreiben sogar fördern.

Alternativen zum Gemeinen Flieder für den Garten

Wer den Flieder stehen lassen will, kann stattdessen rundherum viele andere insektenfreundliche Blumen pflanzen.

Und wer einen blühenden Strauch sucht, entscheidet sich besser für Alternativen. Dazu zählen Schwarzer Holunder, Sanddorn, Besenginster, Schneeball oder Kornelkirsche.

Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration