Rekordpreise bei Rinderauktion: Cicero, der teuerste Bulle aus MV, zieht nach Bayern
Rekordpreise bei Rinderauktion: Teuerster Bulle zieht nach Bayern

Rekordpreise bei Rinderauktion: Cicero, der teuerste Bulle aus MV, zieht nach Bayern

Bei der sechsten Online-Auktion des Zuchtverbandes Rinder-Allianz aus Woldegk haben Zuchttiere aus dem Nordosten Deutschlands außergewöhnlich hohe Preise erzielt. Die Veranstaltung übertraf alle Erwartungen und setzte neue Maßstäbe in der Fleischrindzucht.

Spitzenpreis für Angus-Bullen Cicero

Der einjährige Angus-Bulle Cicero aus Lauenhagen bei Strasburg in Mecklenburg-Vorpommern erwies sich als eines der begehrtesten Tiere. Für stolze 8.400 Euro ging das Zuchttier an einen bayrischen Züchter. „Ein sehr stolzer Preis und der zweithöchste in der Angus-Rasse“, kommentierte Zuchtexpertin Sabine Schmidt von der Rinder-Allianz den Verkauf. Cicero gilt damit aktuell als teuerstes Zuchttier aus Mecklenburg-Vorpommern.

Neue Verkaufsrekorde aufgestellt

Die Auktion der Rinder-Allianz, an der Züchter aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt teilnahmen, erzielte mit einem Durchschnittspreis von 5.660 Euro ein neues Spitzenergebnis. Dies liegt etwa 1.600 Euro über dem Vorjahresrekord. Besonders bemerkenswert:

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  • Drei Bullen wurden für mehr als 10.000 Euro versteigert
  • Der Limousin-Bulle SKL Merlin Pp aus Salzwedel erzielte mit 11.900 Euro den Höchstpreis
  • Insgesamt wurden Bullen im Wert von über einer halben Million Euro verkauft

Vielfältiges Angebot und überregionales Interesse

Unter den Hammer kamen 91 leistungsgeprüfte Fleischrind-Jungbullen aus 49 Zuchtbetrieben. Vertreten waren die Rassen:

  1. Fleckvieh-Simmental
  2. Angus
  3. Uckermärker
  4. Limousin
  5. Charolais

Sowie einzelne Vertreter der Spezialrassen Aubrac, Welsh Black und Weißblaue Belgier. Der erste hornlose Aubrac-Zuchtbulle Prado aus Görke bei Anklam wurde für einen respektablen Preis von 5.200 Euro verkauft.

Das Interesse an den Spitzentieren reichte weit über die Landesgrenzen hinaus. Züchter aus Bayern, Hessen, Brandenburg und Niedersachsen erhielten den Zuschlag, ein Bulle wurde sogar nach Österreich verkauft.

Gründliche Vorbereitung und professionelle Abwicklung

Die Bullen waren im Vorfeld der Auktion in den Zuchtbetrieben sorgfältig ausgewählt und auf die fünfeinhalbstündige Veranstaltung vorbereitet worden. Ende Januar erfolgte die offizielle Körung durch die Kommission der Rinder-Allianz. Die Auktion stand dem Verkauf im traditionellen Vorführring in nichts nach, betonte der Zuchtverband. Es seien vergleichbare Spitzenergebnisse erzielt worden.

Die Rinder-Allianz zählt derzeit etwa 600 Fleischrindzüchter aus Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und dem nördlichen Brandenburg zu ihren Mitgliedern. Der Erfolg dieser Auktion unterstreicht die wachsende Bedeutung der professionellen Fleischrindzucht in der Region.

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