Erstmals seit 43 Jahren: Nashörner kehren in Ugandas Kidepo-Tal zurück
Nashörner kehren nach 43 Jahren in Ugandas Kidepo-Tal zurück

Historische Rückkehr: Nashörner nach 43 Jahren in Ugandas Kidepo-Tal gesichtet

In einem bedeutenden Moment für den Artenschutz hat Uganda die Rückkehr von Nashörnern in den Kidepo-Valley-Nationalpark gefeiert. Erstmals seit 43 Jahren, nachdem die Tiere in den Achtzigerjahren als ausgerottet galten, wurden zwei Breitmaulnashörner in dem Schutzgebiet freigelassen. Die Naturschutzbehörde des Landes spricht von einem Meilenstein und kündigt an, dass dies erst der Anfang sei: Insgesamt sollen acht Nashörner in das Gebiet gebracht werden, um die Population langfristig wiederaufzubauen.

Ein neues Kapitel für den Naturschutz

James Musinguzi, der Direktor der Naturschutzbehörde, betonte die historische Bedeutung dieser Entwicklung. "Dieser Moment markiert den Beginn einer neuen Ära für die Nashörner im Kidepo-Valley-Nationalpark", erklärte er. Die beiden Nashörner stammen aus dem Ziwa-Nashornschutzgebiet in Uganda und wurden über 300 Kilometer in ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet im Norden des Landes transportiert. Um ihre Sicherheit zu gewährleisten, wurden umfangreiche Schutzmaßnahmen ergriffen, darunter:

  • Die Errichtung von Zäunen zur Abgrenzung des Gebiets.
  • Die Schaffung neuer Wasserstellen für die Tiere.
  • Die Installation eines modernen Überwachungssystems zur effektiven Kontrolle.

Zunächst werden die Nashörner in einem speziellen Schutzgebiet gehalten, um sich an die Umgebung zu gewöhnen, bevor sie vollständig in die Wildnis entlassen werden.

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Die dunkle Vergangenheit und aktuelle Herausforderungen

Die Geschichte der Nashörner in Uganda ist von Konflikten und Wilderei geprägt. Bis in die Siebzigerjahre waren die Tiere ein fester Bestandteil des Ökosystems im Kidepo-Tal. Doch während politischer Unruhen wurden alle Nashörner in diesem und anderen Nationalparks des Landes gewildert, was zu ihrer vollständigen Ausrottung führte. Heute leben wieder 61 Nashörner in Uganda, dank Wiederansiedlungsprojekten wie der Einfliegung von acht Tieren aus Südafrika im vergangenen Jahr.

Weltweit gibt es schätzungsweise 16.000 bis 18.000 Breitmaulnashörner, hauptsächlich in Ländern wie Südafrika, Simbabwe, Namibia und Kenia. Als einzige der fünf Nashornarten gilt das Breitmaulnashorn nicht als unmittelbar vom Aussterben bedroht, doch die Internationale Union für Naturschutz stuft es als "potenziell gefährdet" ein, da die Bestände rückläufig sind. Allein in Südafrika wurden im vergangenen Jahr 352 Nashörner illegal getötet.

Wilderei bleibt ein drängendes Problem

Trotz der Erfolge im Artenschutz bleibt Wilderei in Uganda ein ernstzunehmendes Hindernis. Naturschützer berichten von regelmäßigen Festnahmen und strafrechtlichen Verfolgungen im Zusammenhang mit dem Schmuggel von Elfenbein, Schuppentieren und anderen geschützten Arten. Der illegale Handel mit Nashornhörnern ist nach wie vor äußerst profitabel, angetrieben durch die Nachfrage nach traditioneller Medizin und als Statussymbol, vor allem in Teilen Asiens.

Die ugandische Regierung und internationale Organisationen setzen sich weiterhin für den Schutz der Nashörner ein, doch die Herausforderungen sind vielfältig. Die Rückkehr der Nashörner in das Kidepo-Tal symbolisiert Hoffnung, erinnert aber auch daran, dass nachhaltige Maßnahmen erforderlich sind, um diese ikonischen Tiere für zukünftige Generationen zu bewahren.

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