Storchennester in Mecklenburg-Strelitz vorbereitet: Rückkehr der Adebare erwartet
Die Weißstörche kehren in diesen Tagen aus ihren Winterquartieren nach Mecklenburg-Strelitz zurück. Bereits im Februar ist der erste Storch in der Region Neustrelitz eingetroffen und hat sein Nest in Altstrelitz besetzt. Laut Gunda Niemann, Storchenbetreuerin beim Strelitzer Regionalverband des Naturschutzbunds (Nabu), deutet diese frühe Ankunft auf einen Westzieher hin, der über Westeuropa und Spanien aus Nordafrika zurückkehrt.
Unterschiedliche Zugrouten beeinflussen die Population
Gunda Niemann erklärt, dass Westzieher, deren Route kürzer und weniger beschwerlich ist, tendenziell früher zurückkehren. Im Westen Deutschlands, wo diese Zugroute überwiegt, habe sich die Storchenpopulation in den vergangenen Jahren besser entwickelt. In Mecklenburg-Vorpommern hingegen, wo geschätzte 80 Prozent der Störche die Ostroute über Israel und die Türkei nehmen, sei dies leider nicht der Fall.
Im vorigen Jahr zählte Gunda Niemann lediglich 18 besetzte Brutplätze in Mecklenburg-Strelitz und im Raum Strasburg, während es gleichzeitig 17 unbesetzte Storchennester gab. In ganz Mecklenburg-Vorpommern wurden insgesamt 755 Brutpaare registriert.
Feuerwehr hilft bei der Nestaufräumung in Babke
Um die Brutsaison für das Storchenpaar in Babke zu verbessern, wurde das Nest dort mit Unterstützung der Wesenberger Feuerwehr unter Wehrleiter Silvio Browarzik aufgeräumt. Das Nest war stark verdichtet, was bei starkem Regen zu einem sogenannten Badewanneneffekt führen kann, erläutert Gunda Niemann. Dies könnte dazu führen, dass Jungtiere unterkühlen oder im schlimmsten Fall sogar ertrinken.
Rund 30 Zentimeter altes Material wurde aus der Storchenstube entfernt, und anschließend wurde das Nest mit Heu wieder aufgefüllt. Diese Maßnahme soll sicherstellen, dass die Störche in dieser Saison optimale Bedingungen vorfinden.
Gespannte Erwartung auf weitere Rückkehrer
Gunda Niemann ist gespannt, ob in diesem Jahr auch der Storchenhorst in Groß Schönfeld besetzt wird. Seit zwei Jahren kann dort eine Störchin beobachtet werden, die ursprünglich in Sachsen beringt wurde. Die Storchenbetreuerin rechnet damit, dass die meisten Störche ab Ende März bis Anfang April eintreffen werden.
Die Regionalgruppe Mecklenburg-Strelitz vom Nabu sucht stets nach engagierten Mitstreitern für ihre Naturschutzarbeit. Regelmäßig finden Treffen und Arbeitseinsätze statt, wie beispielsweise am 8. April von 17 bis 19 Uhr im Findlingsgarten in Prälank, wo verbuschte Bereiche zurückgeschnitten werden sollen. Interessierte können sich über die Webseite des Nabu Mecklenburg-Strelitz informieren.



