Präparierte Köder in Hagenow: PETA setzt Belohnung für Hinweise aus
In der Theodor-Fontane-Straße in Hagenow ist ein dreijähriger Hund offenbar auf einem Grünstreifen an einen präparierten Köder geraten. Das Tier musste umgehend tierärztlich behandelt werden, nachdem es etwas vom Boden aufnahm und sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechterte. Die Polizei ermittelt wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und sucht nach den Verantwortlichen.
Fremdkörper im Hundemagen deuten auf gezielte Präparierung hin
Bei der Untersuchung des Hundes wurden mehrere Fremdkörper im Magen festgestellt, was darauf hindeutet, dass der Köder absichtlich mit gefährlichen Gegenständen versehen war. Die Polizei in Hagenow nimmt Hinweise unter der Rufnummer 03883 6310 entgegen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung des Falls.
PETA unterstützt Ermittlungen mit 500 Euro Belohnung
Um die Aufklärung voranzutreiben, hat die Tierrechtsorganisation PETA eine Belohnung von 500 Euro ausgelobt. Diese wird für Hinweise gezahlt, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Björn Thun, Fachreferent bei PETA, betont: „Wer auch immer die Köder ausgelegt hat, muss gefunden werden, bevor weitere Tiere oder Menschen in Lebensgefahr geraten.“ Hinweise können auch direkt an PETA unter der Rufnummer 0711 8605910 oder per E-Mail gemeldet werden – anonyme Meldungen sind möglich.
Was Tierhalter bei Verdacht auf Vergiftung tun sollten
PETA nutzt die Aktion auch, um Tierhalter zu sensibilisieren. Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen präparierten Köder gefressen hat, sollte sofort eine Tierarztpraxis aufgesucht werden. Typische Anzeichen einer Vergiftung sind:
- Erbrechen oder Durchfall
- Unruhe oder Apathie
- Blasse Schleimhäute und erweiterte Pupillen
- Atemprobleme oder Krämpfe
Bewusstlose Tiere sollten in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose kann es hilfreich sein, eine Probe des Köders oder von Erbrochenem mitzubringen. Die Organisation appelliert an die Öffentlichkeit, wachsam zu sein und verdächtige Beobachtungen zu melden, um weitere Vorfälle zu verhindern.



