Felines Asthma: Die stille Gefahr für unsere Samtpfoten
Viele Katzenhalter sind sich nicht bewusst, dass auch ihre geliebten Vierbeiner an Asthma erkranken können. Diese chronisch-entzündliche Erkrankung der Bronchien bleibt oft über Jahre hinweg unentdeckt, bis die Symptome so deutlich werden, dass sie nicht mehr übersehen werden können. Redakteurin Saskia Schneider musste diese schmerzhafte Erfahrung am eigenen Leib machen, als sie ihre Katze Kila an der Krankheit verlor.
Die unterschätzte Krankheit bei jungen Katzen
Felines Asthma trifft besonders häufig Katzen im Alter zwischen zwei und acht Jahren. Bei dieser Erkrankung schwillt die Schleimhaut der Bronchien an, es bildet sich vermehrt Schleim, und die Muskulatur verkrampft sich, was zu einer Verengung der Atemwege führt. Die Krankheit ist zwar nicht heilbar, aber bei frühzeitiger Diagnose gut kontrollierbar, wie PETBOOK bereits berichtete.
Die Symptome beginnen meist mild und treten schubweise auf. Viele Katzen zeigen zunächst nur gelegentliches Husten, das oft fälschlicherweise mit Haarballen verwechselt wird. Weitere Anzeichen können pfeifende Atemgeräusche, angestrengte Ausatmung und schnelle Erschöpfung nach dem Spiel sein. Genau diese Symptome zeigte auch Saskia Schneiders Katze Kila, ohne dass die Familie die ernste Bedeutung erkannte.
Häufige Fehldiagnosen und die richtige Erkennung
Ein verbreiteter Irrtum ist die Annahme, hustende Katzen litten an Herzproblemen. Tatsächlich leiden die meisten hustenden Katzen jedoch an Atemwegserkrankungen wie Asthma. Die Diagnose erfolgt über eine Kombination aus ausführlicher Anamnese, Röntgenaufnahmen und weiteren Tests. Auf Röntgenbildern zeigen sich typische Veränderungen wie sogenannte „Donuts“ oder eine Überblähung der Lunge.
Als aussagekräftigste diagnostische Methode gilt die Bronchoalveolarlavage unter Narkose. Zudem müssen andere Erkrankungen wie Lungenwürmer, Herzprobleme, Tumoren oder Lungenentzündungen ausgeschlossen werden. Bei Kila wurde die Diagnose erst mit fast sechs Jahren gestellt – zu diesem Zeitpunkt hatte die Krankheit in ihrem Körper bereits erheblichen Schaden angerichtet. Die Katze wurde nur acht Jahre alt.
Auslöser und Präventionsmöglichkeiten
Häufig steckt hinter felinem Asthma eine allergische Reaktion. Typische Auslöser sind Zigarettenrauch, Duftstoffe, staubiges Katzenstreu, aggressive Reinigungsmittel, Pollen, Schimmelsporen oder Hausstaubmilben. Oft bleibt das konkrete Allergen unklar. Auch Stress kann Asthma-Schübe bei Katzen verstärken und den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen.
Katzenhalter sollten aufmerksam sein und bei ersten Anzeichen wie wiederkehrendem Husten, pfeifenden Atemgeräuschen oder ungewöhnlicher Erschöpfung ihrer Katze umgehend einen Tierarzt konsultieren. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung kann das Leben der betroffenen Katzen deutlich verlängern und ihre Lebensqualität erheblich verbessern.



