Firma plant bereits Verwertung von Wal Timmy: Aus Kadaver soll Bio-Diesel entstehen
Firma plant Verwertung von Wal Timmy zu Bio-Diesel

Firma plant bereits Verwertung von Wal Timmy: Aus Kadaver soll Bio-Diesel entstehen

Der gestrandete Buckelwal Timmy kämpft vor der Ostsee-Insel Poel um sein Überleben. Seit mehreren Wochen liegt das Tier in einer kleinen Bucht, und sein Zustand verschlechtert sich täglich. In der Lunge des Wals hat sich Wasser angesammelt, was die Hoffnungen der Fachleute auf eine Rettung schwinden lässt. Während Tausende von Timmy-Fans noch immer auf ein gutes Ende hoffen, gibt es offenbar bereits konkrete Pläne, was nach seinem Tod mit dem Tier geschehen soll.

Deutschland gespalten über Timmys Schicksal

Die öffentliche Meinung ist geteilt: Einige sehen in Timmy einen Kämpfer, der um sein Leben ringt, während andere glauben, dass der Wal bewusst in die Bucht gekommen ist, um dort zu sterben. Unabhängig von dieser Debatte stellt sich die Frage, was nach einem möglichen Ableben des Tieres passieren würde. Der gestrandete Wal Timmy liegt schwer krank vor der Insel Poel in der Ostsee, und sein Zustand gibt Anlass zu großer Sorge.

Forscher wollen Todesursache klären

Zunächst würden Fachleute eine gründliche Untersuchung durchführen, um herauszufinden, wie Timmy in diese missliche Lage geraten ist. Dabei soll geklärt werden, ob der Wal bereits krank war und welche Rolle das Netz spielte, das in seinem Maul hing. Forscher würden sowohl den Körper als auch die Organe genau untersuchen, um die Todesursache zu ermitteln. Nach dieser Untersuchung würde der Wal zerteilt werden. Interesse am Skelett haben bereits das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund und die Universität Rostock angemeldet.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Spezialfirma plant Entsorgung und Verwertung

Der größte Teil des Buckelwal-Körpers müsste dann fachgerecht entsorgt werden. Laut Berichten gibt es dafür bereits konkrete Pläne: Die Firma SecAnim mit Hauptsitz in Selm (Nordrhein-Westfalen) rechnet damit, die anschließende fachgerechte Entsorgung des Walkörpers zu übernehmen. Das Unternehmen ist darauf spezialisiert, tote Tiere zu entsorgen und hat entsprechende Erfahrung in diesem Bereich.

Aus Timmy wird Bio-Diesel

Nach der Entnahme des Skeletts würde Timmy bereits weitestgehend zerlegt sein, wie ein Firmensprecher erklärte. Die Überreste würden dann mit Spezialfahrzeugen ins etwa 130 Kilometer entfernte Malchin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte transportiert. Dort würde der Kadaver weiterverarbeitet werden. Am Ende könnten aus Timmys Überresten entweder ein CO₂-neutraler Brennstoff für Kraftwerke und die Zementindustrie oder hochwertiger, umweltfreundlicher Bio-Diesel hergestellt werden. Auf weitere Fragen zu den Details machte die Firma keine Angaben.

Die Situation um Wal Timmy zeigt, wie komplex der Umgang mit gestrandeten Meeressäugern sein kann. Während die Rettungsversuche weitergehen, sind bereits alternative Pläne für den Fall seines Todes in Vorbereitung. Die Verwertung zu Bio-Diesel stellt dabei eine moderne und umweltfreundliche Lösung dar, die jedoch bei vielen Tierfreunden auf Kritik stoßen könnte.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration