Mysteriöses Verschwinden am Jochberg: Hund Berti trotz GPS und Großsuche weiter vermisst
Hund Berti am Jochberg verschwunden - Suche ohne Erfolg

Mysteriöses Verschwinden beim Jochberg: Lena Lorenz sucht verzweifelt Hund Berti

Bei einer Wanderung zum Jochberg nahe Kochel am See ist der Deutsch-Drahthaar-Rüde Berti plötzlich unauffindbar. Trotz eines GPS-Halsbands und einer groß angelegten Suche durch Bergwacht und Alpinpolizei fehlt von dem siebenjährigen Hund jede Spur. Sein Frauchen, die Hundetrainerin Lena Lorenz, gibt die Hoffnung nicht auf und setzt eine Belohnung von 5000 Euro aus.

Grauer Sonntag mit tragischem Verlauf

Es war ein grauer Sonntag vor gut zwei Wochen, als Lena Lorenz mit ihrem Deutsch-Drahthaar Berti zu einer Bergtour aufbrach. Ihr Ziel war eine Wanderung im Gebiet rund um den Jochberg. Nebel und feiner Nieselregen hingen in der kühlen Bergluft. Die Pfade waren unwegsam und die Hänge fielen seitlich steil ab. Inmitten dieser Szenerie verschwand Berti plötzlich.

Sofort befürchtete die Hundetrainerin, die im Landkreis Starnberg eine Hundeschule betreibt, dass ihr Rüde abgestürzt sein könnte. Auch der GPS-Tracker an Bertis Halsband deutete darauf hin, doch die Technik war an diesem Tag, dem 1. März, unzuverlässig. "Das GPS hat komischerweise von Anfang an gesponnen", erinnert sich Lena Lorenz. "Das war ganz eigenartig. Ich hatte immer nur ein gebrochenes Signal und empfing nur punktuell Daten." Genau an der vermuteten Stelle, wo Berti aufgekommen sein müsste, verlor sich die Spur.

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Großangelegte Suche bleibt erfolglos

Noch am Berg alarmierte Lena Lorenz die Polizei, woraufhin die Bergwacht ausrückte. "Die waren echt schnell da", erzählt sie. Rund zehn Retter teilten sich auf, suchten oben an der vermuteten Absturzstelle und unten im Bereich des letzten GPS-Signals. Die Einsatzkräfte seilten sich sogar in das steile, unwegsame Areal ab, doch die Suche nach Berti blieb ohne Erfolg.

"Am Montag sind dann recht früh die Bergwacht und Alpinpolizei mit Drohnen gekommen und haben zwei, drei Stunden alles abgeflogen. Auch mit Wärmebild, aber sie haben nichts gefunden." Nach dem erfolglosen Drohneneinsatz stellte die Polizei die Suche ein. Für Bertis Frauchen ist das keine Option: "Für mich ist das nicht abgeschlossen. Ich will den Körper finden, im besten Fall lebend."

Private Suche mit über 30 Helfern

Lena Lorenz schildert, wie sich innerhalb kürzester Zeit eine private Suche organisierte. Ein Team aus über 30 Leuten entstand und vernetzte sich – Familie, Freunde und Freiwillige aus ihrer Hundeschule. Während die einen im Hintergrund die Fäden zogen, kämpften sich andere direkt ins Gelände und suchten tagelang den Bereich um die Absturzstelle ab. Irgendwann war sich die Hundetrainerin sicher: "Das gibt es nicht, der muss sich wegbewegt haben."

Es ist ein Hoffnungsschimmer mit Kehrseite: Wenn Berti noch lebt, kann er mittlerweile überall sein. "Das ist ein unglaublich riesiges Gebiet. Das ist wie die Nadel im Heuhaufen", so die 36-Jährige.

Ungewissheit und hohe Belohnung

Man hört Lena Lorenz die Strapazen der vergangenen zwei Wochen an. Als sie von der Suche erzählt, atmet sie tief ein: "Ich bin richtig fertig. Diese Ungewissheit zermürbt einen." Um endlich Antworten zu bekommen, hat sie eine Belohnung ausgeschrieben: 5000 Euro für denjenigen, der einen entscheidenden Hinweis liefert. Die Summe sei auch deshalb so hoch, weil Lena Lorenz einen Anreiz schaffen möchte – für den Fall, dass doch jemand Berti gefunden und mitgenommen hat.

Sie weiß, dass die Chancen, Berti lebend zu finden, mit jedem Tag schwinden – auch wegen der Wetterverhältnisse: "Es war jetzt immer wieder richtig kalt nachts, auch mit Schneefall." Zwar traut sie ihrem siebenjährigen Deutsch-Drahthaar einiges zu, doch die Sorge bleibt: "Ich denke schon, dass er das irgendwie packen könnte. Aber wenn er sich verstiegen hat – also auf einem Plateau gelandet ist, von dem er nicht mehr herunterkommt –, ist es einfach völlig unrealistisch, dort einen Hund zu finden." Es ist ein Szenario, das Lena Lorenz seit 17 Tagen nicht loslässt: "Dass er dort elendig verhungert oder erfriert – das ist meine schlimmste Befürchtung."

Beschreibung und Aufruf zur Mithilfe

Trotzdem gibt sie die Hoffnung nicht auf und setzt auf die Mithilfe der Bevölkerung. Auffällig ist das Kerlchen allemal:

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Wer den Rüden Berti sieht, wird gebeten, sich bei der Polizeistation Kochel am See oder in der Notrufzentrale der Tierschutzorganisation Tasso unter 06190 93 73 00 zu melden. Dabei sollte Bertis Suchdienstnummer S3 04 68 73 angegeben werden.