Bilanz der Kreisjägerschaft Sangerhausen
Die Kreisjägerschaft Sangerhausen hat auf ihrer Jahreshauptversammlung Bilanz gezogen. Dabei stand die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht im Fokus, die jedoch nicht die erhofften Erleichterungen brachte. Vorsitzender Steffen Engelmann kritisierte in seinem Rechenschaftsbericht die anhaltenden bürokratischen Hürden für Wolfsabschüsse.
Kritik an Wolfsmanagement
„Die tiefgreifenden Änderungen des Waffenrechts im Jahr 2024 haben die damalige Regierungskoalition überdauert“, erklärte Engelmann. Trotz der Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht seien die Abschüsse weiterhin durch strenge Auflagen blockiert. Die Jäger fordern mehr Handlungsspielraum, um die Wolfspopulation regulieren zu können.
Rekord bei Waschbären
Ein besonderer Punkt der Bilanz war die steigende Anzahl erlegter Waschbären. Erstmals wurden über 2.000 Tiere in der Region zur Strecke gebracht. Dies zeigt die zunehmende Ausbreitung der invasiven Art, die einheimische Tierarten bedroht. Die Jäger leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz.
Die Jahreshauptversammlung bot zudem einen Rückblick auf das vergangene Jagdjahr. Die Jagdhornbläser sorgten für den traditionellen Rahmen. Die Kreisjägerschaft Sangerhausen sieht sich weiterhin gefordert, sowohl die Interessen der Landwirte als auch den Naturschutz zu berücksichtigen.



