Quiz-Show-Drama: Kandidat scheitert an tierischer 64.000-Euro-Frage
Zischlaute im Studio, ein nachgeahmter Geysir aus der Nase – und eine Frage, die satte 64.000 Euro wert ist. Am 23. Februar 2026 saß Kandidat Maximilian Sonntag in der beliebten Quizshow „Wer wird Millionär?“ und blickte Moderator Günther Jauch prüfend entgegen. Gesucht wurde ein Tier, dessen Männchen Weibchen mit einem außergewöhnlichen Balzritual beeindrucken: durch Zischlaute, Wasserspritzer aus der Nase und die Erzeugung von Luftblasen.
Dreimal Jokerglück – dann das Aus
Sonntag hatte zuvor dreimal „perfektes Jokerglück“, wie Jauch es formulierte. Dreimal lag er mit seiner eigenen Antwort daneben und rettete sich dank Joker weiter. Doch bei der 64.000-Euro-Frage war Schluss. Selbst der Telefonjoker konnte keinen Rat geben, wie PETBOOK, das ebenfalls zu Axel Springer gehört, berichtete.
Die knifflige Frage lautete konkret:
Wer macht, um Weibchen zu beeindrucken, Zischlaute, spritzt Wasser aus der Nase und erzeugt Luftblasen?
- A: Pottwal
- B: Tigerhai
- C: Leistenkrokodil
- D: Weißkopfseeadler
Während Jauch die Zischgeräusche gekonnt nachahmte, wurde im Studio intensiv gegrübelt. Die richtige Antwort ist C – das Leistenkrokodil. Oder wie Jauch es charmant formulierte: „Es ist eine Art Love Language der Leistenkrokodile.“
Das volle Programm: Krokodil-Balz als Spektakel
Romantik klingt anders, doch zur Paarungszeit fahren die Männchen der Leistenkrokodile ein beeindruckendes Programm auf. Sie stoßen markante Zischlaute aus, pressen Wasser wie einen kleinen Geysir aus der Nase und erzeugen auffällige Luftblasen an der Wasseroberfläche. Einige Exemplare trommeln zusätzlich mit dem Kopf auf das Wasser – viel Sound, viel Bewegung, viel Spritzwasser. „Das volle Programm“, kommentierte Jauch treffend.
Forschung enthüllt: Sozialer als gedacht
Wissenschaftler der University of the Sunshine Coast haben dieses faszinierende Verhalten genau beobachtet. Die Wasserfontänen und Geräusche sind fester Bestandteil der Balz und zeigen eindeutige Wirkung. Die Studie offenbarte jedoch noch mehr: Leistenkrokodile sind sozialer und sensibler, als lange angenommen wurde. Sie reagieren stärker auf Veränderungen in ihrer Umgebung und interagieren intensiver miteinander.
Diese Erkenntnisse sind entscheidend für den Artenschutz. Wird ein Tier aus einem Gebiet entfernt oder umgesiedelt, können bestehende soziale Strukturen gestört werden. Je besser Forscher die Kommunikation und das Verhalten dieser Reptilien verstehen, desto gezielter lassen sich Schutzmaßnahmen planen und umsetzen.
Was im TV-Studio für 64.000 Euro sorgte, ist in der Natur ein ausgeklügeltes Werben um Aufmerksamkeit. Und es beweist: Selbst ein Krokodil kennt seine ganz eigene, faszinierende Sprache der Liebe.



