Vermisster Kater in Marderfalle: Tierschützer fordern strengere Kontrollen in Neubrandenburg
Kater in Marderfalle: Tierschützer fordern Kontrollen

Vermisster Kater in Marderfalle: Stundenlanges Leiden in Neubrandenburg

Ein schwarzer Kater musste im Westen Neubrandenburgs mehrere Stunden lang in einer Marderfalle ausharren, bevor er gerettet werden konnte. Der Vorfall ereignete sich am 17. Februar, als die Katze in den Mittagsstunden verschwand und erst nach intensiver Suche auf einem Nachbargrundstück entdeckt wurde. Kurt Kadow, Vorstandsvorsitzender des Neubrandenburger Tierschutzvereins, berichtete dem Nordkurier von dem bedauernswerten Fall.

Forderung nach täglichen Kontrollen der Tierfallen

Kurt Kadow fordert nun, dass solche Fallen täglich mehrfach kontrolliert werden müssen. Die Fallen, die etwa 20 Zentimeter hoch und breit sind, werden laut dem Tierschützer in vielen Gebieten vor allem für Waschbären eingesetzt. „Wir haben inzwischen in vielen Gebieten vor allem viele Waschbären und diese Fallen werden dafür in der Regel verwendet“, erläutert Kadow. Der Grund dafür liege in der sehr großen Vermehrung der Waschbären, die in Deutschland keine natürlichen Feinde haben.

Laut dem Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern wurden im Jagdjahr 2023/2024 insgesamt 21.939 Waschbären im gesamten Bundesland erlegt. Das Problem sei jedoch nicht das Aufstellen der Fallen an sich, betont Kadow, sondern die mangelnde Kontrolle. „Sie müssten regelmäßig kontrolliert werden, um zu sehen, ob sich beispielsweise Katzen hineinverirrt haben“, fordert der Vorstandsvorsitzende nachdrücklich.

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Wiederholte Vorfälle mit Katzen in Tierfallen in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern kommt es immer wieder zu Fällen, bei denen Katzen in Tierfallen geraten. Bereits im Sommer 2025 verfing sich eine Katze in Pasewalk in einem verbotenen Tellereisen, was gegen das Bundesjagdgesetz verstieß und zur Einschaltung der Polizei führte. Ähnliche Vorfälle haben sich in der Vergangenheit mehrfach in der Region ereignet.

Laut dem Deutschen Jagdverband ist es in Mecklenburg-Vorpommern legal, Tiere wie Füchse, Steinmarder oder Waschbären im befriedeten Bezirk durch Grundstückseigentümer oder Nutzungsberechtigte zu fangen. Allerdings unterstreicht der aktuelle Fall in Neubrandenburg die Dringlichkeit, die Kontrollen dieser Fallen zu verschärfen, um das Leiden unschuldiger Haustiere zu verhindern.

Der Neubrandenburger Tierschutzverein setzt sich weiterhin für den Schutz von Katzen und anderen Tieren ein und appelliert an die Verantwortlichen, die gesetzlichen Vorgaben strikt einzuhalten und für regelmäßige Inspektionen der aufgestellten Fallen zu sorgen.

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