Letzter entlaufener Bulle nach Unfall mit Tiertransporter gefunden und geschlachtet
Letzter Bulle nach Tiertransporter-Unfall gefunden und geschlachtet

Letzter entlaufener Bulle nach Unfall mit Tiertransporter gefunden und geschlachtet

Vor einer Woche kam es auf der L10 bei Gulow zu einem schweren Unfall mit einem Tiertransporter, bei dem mehrere Rinder entlaufen sind. Nun wurde auch der letzte noch fehlende Bulle aufgefunden und auf Veranlassung des Tierhalters geschlachtet. Der Landkreis Prignitz teilte mit, dass fast eine Woche lang jede Spur von dem Tier gefehlt hatte. Der Tierhalter war allein verantwortlich für die Suche und die Entscheidung zur Schlachtung der Tiere.

Unfallhergang und Folgen

Am 12. März verunglückte der Tiertransporter auf der Landstraße zwischen Groß Buchholz und Reetz in Höhe der Ortslage Gulow. Laut Polizei war der Fahrer des Lkw nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und wurde dabei leicht verletzt. Er musste mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die L10 war nach dem Unfall für mehrere Stunden gesperrt, und der entstandene Sachschaden wird von der Polizei auf rund 160.000 Euro geschätzt.

Schicksal der Rinder

In dem Unfallfahrzeug wurden insgesamt 27 Rinder transportiert, die auf dem Weg zu einem Schlachthof in Mecklenburg-Vorpommern waren. Drei Tiere wurden bei dem Unfall verletzt und mussten vom Jäger am Unfallort getötet werden. 15 Tiere konnten umgeladen und weiter transportiert werden. Neun weitere Rinder waren zunächst entlaufen, von denen acht am Freitag und Samstag vergangener Woche gefunden und geschossen wurden.

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Kreissprecher Bernd Atzenroth erklärte auf Anfrage, dass aufgrund der Umstände keine andere Möglichkeit bestanden habe, als die rund 850 Kilogramm schweren Tiere zu töten. Das Kreisveterinäramt gab an, dass eine Betäubung nicht ausgereicht hätte, um eine Gefährdung beteiligter Personen auszuschließen, und Gefahr im Verzug bestanden habe. Man habe annehmen müssen, dass die Bullen nach dem Unfall unter Schock gestanden hätten.

Schlachtung zur Gefahrenminimierung

Die am 12. und 13. März geschossenen Tiere wurden anschließend vergleichbar mit einer Weideschlachtung zur weiteren Verwertung zum Schlachthof gebracht. Bei dem am Donnerstag dieser Woche schließlich aufgefundenen letzten Tier sei ebenso vorgegangen worden. Der Landkreis betonte, dass dieses Vorgehen eine Gefährdung von Menschen beim Einfangen der Tiere bestmöglich reduziert und den Tieren einen weiteren Transport nach dem Einfangen zum Schlachthof erspart habe.

Der Tiertransporter war umgekippt, nachdem der Fahrer von der Fahrbahn abgekommen war. Die Polizei untersucht weiterhin die genauen Ursachen des Unfalls. Die Suche nach den entlaufenen Tieren hatte sich über mehrere Tage hingezogen und erforderte umfangreiche Maßnahmen, um die Sicherheit in der Region zu gewährleisten.

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