Münchner Unternehmer finanziert Walrettung: 'Bei Menschen würde man es auch bei einem Prozent versuchen'
Münchner Unternehmer finanziert Walrettung vor Poel

Münchner Unternehmer finanziert Walrettung: 'Bei Menschen würde man es auch bei einem Prozent versuchen'

Walter Gunz, bekannt als das Münchner Kindl und Mitgründer der Elektronikhandelskette Mediamarkt, ist einer von zwei Unternehmern, die die Hilfsaktion für einen gestrandeten Buckelwal vor der Insel Poel in der Ostsee finanzieren. Im Interview mit der Abendzeitung München äußerte sich der Geschäftsmann zu seinen Beweggründen und den Erfolgsaussichten der Rettungsmission.

Die Rettungsaktion in vollem Gange

Seit Freitagmorgen sind Rettungskräfte in der Nähe des gestrandeten Wals vor Poel im Einsatz. Um das Tier vor der Sonneneinstrahlung zu schützen, haben sie spezielle Tücher auf dessen Rücken ausgelegt. Diese Maßnahme soll verhindern, dass der Wal überhitzt oder seine Haut Schaden nimmt, während die Experten nach einer Lösung suchen, um ihn zurück ins tiefere Wasser zu bringen.

Motivation hinter dem Engagement

Walter Gunz betonte im Gespräch, dass ihn persönliche Betroffenheit und der Wille zu helfen antreiben. 'Bei einem Menschen würde man es selbst bei einem Prozent Erfolgschance versuchen', so der Unternehmer. 'Warum sollten wir bei einem Tier, das ebenso leidensfähig ist, weniger Einsatz zeigen?' Seine finanzielle Unterstützung deckt unter anderem die Kosten für Spezialausrüstung, Personal und logistische Herausforderungen der aufwändigen Rettungsaktion.

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Chancen für den Buckelwal

Obwohl die Situation des Wals kritisch bleibt, sieht Gunz Grund zur Hoffnung. Er verwies auf die Expertise der beteiligten Meeresbiologen und Rettungsteams, die bereits ähnliche Einsätze erfolgreich gemeistert haben. Die Kombination aus schnellem Handeln, moderner Technik und finanziellen Ressourcen erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Wal überlebt und wieder in seinen natürlichen Lebensraum zurückkehren kann.

Hintergrund zur Strandung

Der Buckelwal war vor kurzem in flachen Gewässern nahe der Insel Poel gestrandet, vermutlich aufgrund von Navigationsproblemen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Solche Vorfälle sind in der Ostsee selten, aber nicht unbekannt. Die Rettungsaktion erfordert besondere Vorsicht, um das Tier nicht zusätzlich zu stressen oder zu verletzen.

Die Unterstützung von Walter Gunz und einem weiteren Unternehmer ermöglicht es, dass alle notwendigen Schritte ohne zeitliche oder finanzielle Einschränkungen umgesetzt werden können. Die lokalen Behörden und Tierschutzorganisationen arbeiten eng zusammen, um das Beste für den Wal zu erreichen.

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