Newcastle-Krankheit in Brandenburg: Zwei weitere Mastbetriebe betroffen
In zwei Hähnchenmastbetrieben in den brandenburgischen Landkreisen Märkisch-Oderland und Oder-Spree ist die Newcastle-Krankheit ausgebrochen. Die für Vögel hoch ansteckende Tierseuche führt zur Keulung von insgesamt rund 430.000 Tieren. Die Betriebe befinden sich in Storkow mit etwa 360.000 Tieren und in Lindendorf mit circa 70.000 Tieren.
Erster Fall im Landkreis Märkisch-Oderland
Im Landkreis Märkisch-Oderland handelt es sich laut offiziellen Angaben um den ersten bestätigten Fall der Newcastle-Krankheit. Die 70.000 Tiere des betroffenen Betriebs müssen gekeult werden. Die Ermittlungen zur genauen Ursache des Ausbruchs laufen derzeit. Die Krankheit wird hauptsächlich über die Luft, kontaminierte Materialien oder Anhaftungen an Schuhwerk, Kleidung und Maschinen übertragen.
Schutzzonen und besondere Auflagen
Bereits vor wenigen Tagen war im Landkreis Oder-Spree ein Ausbruch gemeldet worden, nun folgt ein weiterer Fall in Storkow. In diesem Betrieb traten ungewöhnlich hohe Verluste auf, die durch Laborproben als Newcastle-Krankheit bestätigt wurden. Der Landkreis hat um den Betrieb eine Schutzzone eingerichtet, in der für andere Geflügelhalter besondere Auflagen gelten. Diese Maßnahmen sollen eine weitere Ausbreitung der Seuche verhindern.
Gefahr für Menschen gering
Für Menschen ist die Newcastle-Krankheit, die aufgrund ähnlicher Symptome auch als „atypische Geflügelpest“ bezeichnet wird, in der Regel ungefährlich. Bei sehr engem Kontakt mit erkrankten Tieren kann es lediglich zu Bindehautentzündungen kommen. Fast alle Vogelarten können infiziert werden. In Deutschland wird das Virus vor allem bei wildlebenden Tauben nachgewiesen, was die Übertragungsrisiken auf Nutzgeflügel erhöht.
Die aktuellen Ausbrüche in Brandenburg reihen sich in eine Serie von Fällen ein, die in den vergangenen Wochen in verschiedenen Landkreisen des Bundeslandes gemeldet wurden. Die Behörden überwachen die Situation intensiv und ergreifen umfangreiche Maßnahmen, um die Ausbreitung der Tierseuche einzudämmen und die Geflügelbestände zu schützen.



