In Berliner Grünanlagen, Gärten und am Straßenrand sind derzeit auffällige Gespinste mit Raupen zu sehen. Die Umweltsenatsverwaltung gibt Entwarnung: Von den Tieren geht keine gesundheitliche Gefahr aus.
Keine Allergiegefahr wie beim Eichenprozessionsspinner
Die weißen Gespinste werden von verschiedenen Gespinstmottenarten verursacht. Anders als beim Eichenprozessionsspinner besitzen die Raupen keine Haare, die Allergien auslösen können. „Eine gesundheitliche Gefährdung des Menschen geht von diesen Gespinstmotten jedoch nicht aus“, betont die Behörde.
Die derzeitige sonnige und trockene Frühjahrswitterung begünstigt die Entwicklung der Insekten. In den eingesponnenen Gehölzteilen leben zahlreiche weißliche Raupen mit schwarzen Flecken. Besonders häufig sind Spindelsträucher (Pfaffenhütchen) betroffen, aber auch Schlehen und Weißdornbüsche werden befallen.
Pflanzenschutzmittel nicht empfohlen
Die Umweltsenatsverwaltung rät vom Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ab: „Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gegen die Raupen in den Gespinsten ist weder wirksam noch sinnvoll.“ Um starke Schäden an den Sträuchern zu vermeiden, sollten die Gespinste stattdessen herausgeschnitten und vernichtet werden.
Die Raupen sind in diesem Frühjahr besonders häufig zu beobachten. Die Behörde bittet Bürger, die Nester nicht zu berühren, da sie zwar keine Gesundheitsgefahr darstellen, aber dennoch empfindlich sind. Wer die Gespinste entfernen möchte, sollte Handschuhe tragen und die abgeschnittenen Teile im Hausmüll entsorgen.



