Kohlendioxid-Alarm in Horn-Bad Meinberg: Kurzentrum nach Gas-Austritt weiter gesperrt
CO2-Alarm in Horn-Bad Meinberg: Kurzentrum gesperrt

Kohlendioxid-Alarm im Kurzentrum: Bereich bleibt geschlossen

Im nordrhein-westfälischen Horn-Bad Meinberg bleibt das Kurzentrum nach einem erheblichen Austritt von natürlichem Kohlendioxid weiterhin gesperrt. Der historische Kurpark ist abgesperrt, und das Kurgastzentrum kann voraussichtlich noch mehrere Tage nicht betreten werden. Sämtliche geplanten Veranstaltungen müssen ausfallen, während die Stadt kontinuierlich die CO2-Konzentration in der Umgebung misst.

Fünf Verletzte bei Gas-Austritt

Bei dem Zwischenfall am Mittwoch wurden laut Feuerwehr fünf Personen verletzt. Besonders dramatisch war die Situation für ein Ehepaar: Eine Reinigungskraft wurde von ihrem Ehemann bewusstlos im Keller des Kurzentrums aufgefunden und aus der Gefahrenzone gebracht. Anschließend verlor auch der Ehemann das Bewusstsein. Beide konnten jedoch gerettet werden und waren nach einer ersten medizinischen Behandlung im Rettungswagen wieder ansprechbar. Sie wurden zur weiteren Beobachtung ins Krankenhaus eingeliefert. Drei weitere Personen erlitten leichte Verletzungen.

Kohlendioxid verdrängt in hoher Konzentration den Sauerstoff in der Luft, was zu Erstickungsgefahr führen kann. Die Feuerwehr war mit rund 120 Einsatzkräften vor Ort, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.

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Natürliche CO2-Quelle als Ursache

Die Kurstadt Horn-Bad Meinberg liegt über einer besonderen geologischen Formation, die reich an Kohlendioxid ist. Der aktuelle Austritt erfolgte aus einer sogenannten Mofette, einer natürlichen Austrittsstelle für CO2 in der Nähe des Kurzentrums. Laut Feuerwehrsprecher hatte es am Vortag Wartungsarbeiten an dieser Mofette gegeben, bei denen ein Deckel entfernt wurde. Aus noch ungeklärter Ursache baute sich starker Druck auf, und das Gas strömte durch eine schlammige Schicht aus dem Boden – begleitet von blubbernden und zischenden Geräuschen.

Weil Kohlendioxid schwerer als Luft ist, sammelte es sich im Keller des benachbarten Kurzentrums. Dort löste die Warnanlage aus, was zur Evakuierung von Praxen und zur Absperrung des Kurparks führte. Inzwischen wurde auf die Austrittsstelle eine Art Ventil aufgesetzt, um das Kohlendioxid wieder kontrolliert entweichen zu lassen.

Kein polizeilicher Verdacht

Ein Sprecher der Polizei betonte, dass es keine Hinweise auf fahrlässiges oder vorsätzliches Handeln gibt. Daher handelt es sich nicht um einen Fall für die Polizei. Stattdessen stehen Feuerwehr und Stadt im Austausch mit dem Landesverband Lippe und Fachfirmen, um die genaue Ursache zu klären und geeignete Sicherheitsmaßnahmen einzuleiten.

Die Stadt wies darauf hin, dass für die Bevölkerung im Umkreis keine Gefahr bestanden habe. Dennoch bleibt die Situation angespannt: Der Kurpark ist weiterhin abgesperrt, und das Kurgastzentrum wird entlüftet. Ein Sprecher der Stadt erklärte, dass einige der Betroffenen noch unter medizinischer Beobachtung stehen, während die Untersuchungen zum Vorfall andauern.

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