Landkreis genehmigt umstrittenen Verkauf von 1.000 Hektar Kempski-Wald an Nabu-Stiftung
Kempski-Wald-Verkauf an Nabu-Stiftung genehmigt

Landkreis gibt grünes Licht für umstrittenen Waldverkauf an Nabu-Stiftung

Der Landkreis Mansfeld-Südharz hat offiziell keine Versagungsgründe für den geplanten Verkauf von rund 1.000 Hektar Privatwald bei Stolberg an die Stiftung des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) gefunden. Damit kann das umstrittene Geschäft zwischen der Firmengruppe Ritter von Kempski und der Naturschutzorganisation wie vorgesehen vollzogen werden.

Forstbehörde sieht keine rechtlichen Hindernisse

Die Untere Forstbehörde des Landkreises hat nach eingehender Prüfung festgestellt, dass keine rechtlichen Gründe gegen den Verkauf sprechen. Die Entscheidung bedeutet, dass die Nabu-Stiftung den Wald erwerben und nach eigenen Angaben stilllegen kann, was in der Region bereits im Vorfeld für erhebliche Kontroversen gesorgt hatte.

Der Waldkomplex im Südharz, der seit Generationen im Besitz der Kempski-Familie war, soll nun dauerhaft unter Naturschutz gestellt werden. Kritiker befürchten wirtschaftliche Nachteile für die regionale Forstwirtschaft, während Befürworter den Schritt als wichtigen Beitrag zum Artenschutz und zur Biodiversität sehen.

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Heftige Debatten in Sachsen-Anhalt

Die Ankündigung des Verkaufs hatte in ganz Sachsen-Anhalt eine intensive öffentliche Diskussion ausgelöst. Verschiedene Interessengruppen aus Landwirtschaft, Tourismus und lokaler Politik hatten sich zu Wort gemeldet und sowohl Bedenken als auch Unterstützung geäußert.

Die Nabu-Stiftung plant, das Waldgebiet langfristig sich selbst zu überlassen und auf forstwirtschaftliche Nutzung zu verzichten. Dies entspricht der Naturschutzstrategie der Organisation, die darauf abzielt, natürliche Waldentwicklung ohne menschliche Eingriffe zu ermöglichen.

Mit der jetzt getroffenen Entscheidung des Landkreises ist der Weg für den Eigentumsübergang frei. Die genauen finanziellen Details des Geschäfts wurden nicht öffentlich gemacht, doch handelt es sich um eines der größten Waldflächenverkäufe an eine Naturschutzorganisation in der jüngeren Geschichte der Region.

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