Sachsen startet tägliche Warnung vor Waldbrandgefahr
In Sachsen hat zum Monatsbeginn die tagesaktuelle Waldbrandüberwachung begonnen. Bis zum Jahresende wird für 31 Regionen im Freistaat täglich das Waldbrandrisiko in fünf Gefahrenstufen veröffentlicht, wie der Staatsbetrieb Sachsenforst in Pirna mitteilte. Besonders gefährdet sind Regionen mit sandigen Böden und geringen Niederschlägen, wo zusätzlich eine kameragestützte Waldbrandüberwachung zum Einsatz kommt.
Mensch bleibt größter Risikofaktor
Landesforstpräsident Utz Hempfling betont, dass der Mensch weiterhin der größte Risikofaktor für Waldbrände bleibt. „Es ist daher an uns allen, Waldbrände und die daraus folgenden Belastungen zu verhindern“, so Hempfling. Die Landesforstanstalt erinnert daran, dass der Umgang mit offenem Feuer im und um den Wald ganzjährig streng verboten ist.
Zudem können auch abgestellte Fahrzeuge auf trockenen Waldböden Brände verursachen, beispielsweise durch aufgeheizte Auspuffanlagen. Ab der Waldbrandgefahrenstufe 4 sollten Waldbesuche nur unter größter Vorsicht oder gar nicht stattfinden.
Vergangene Brände als Mahnung
Im vergangenen Jahr hatte ein Waldbrand in der kampfmittelbelasteten Gohrischheide im Kreis Meißen Hunderte Einsatzkräfte rund zwei Wochen lang in Atem gehalten. Der überwiegende Anteil der rund 2.000 Hektar verbrannter Waldfläche im Jahr 2025 sei auf dieses Feuer zurückzuführen, teilte Sachsenforst mit.
Die tägliche Warnung und Überwachung soll dazu beitragen, solche Großbrände in Zukunft zu verhindern und die Bevölkerung frühzeitig zu sensibilisieren.



