Tote Wasservögel in Anklam: Natur übernimmt Beseitigung der Winteropfer
Tote Wasservögel in Anklam: Natur beseitigt Winteropfer

Tote Wasservögel in Anklam: Natur übernimmt Beseitigung der Winteropfer

Die eisigen Temperaturen und zugefrorenen Gewässer des vergangenen Winters haben unter den Wasservögeln in Vorpommern zahlreiche Opfer gefordert. Besonders entlang der Peene in Anklam sind viele Vogelkadaver auf dem Eis oder im Uferbereich zu finden, was bei Bürgern Fragen nach deren Verbleib aufwirft.

Kormorane als Hauptleidtragende der Kälte

Laut der Kreisverwaltung gab es in den vergangenen Wochen vermehrte Meldungen über verendete Wildvögel, was jedoch angesichts der Minustemperaturen und der daraus resultierenden Nahrungsknappheit nicht ungewöhnlich sei. Besonders betroffen sind Kormorane, die ihre Nahrung hauptsächlich im Wasser aufnehmen und bei gefrorenen Gewässern keine Beute mehr machen können.

Die Zuständigkeit für das Einsammeln und die Entsorgung toter Wildvögel liegt grundsätzlich bei den örtlichen Ordnungsämtern, sofern keine tierseuchenrechtlichen Vorgaben der Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter etwas anderes verlangen. Auch private oder gewerbliche Flächeneigentümer sind in der Pflicht, sich um Kadaver auf ihrem Grund zu kümmern.

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Naturkreislauf als natürliche Entsorgungslösung

In den meisten Fällen ist jedoch davon auszugehen, dass die Tiere, die den Witterungsbedingungen zum Opfer gefallen sind, im Umweltkreislauf verbleiben können und keine gesonderte Entsorgung erforderlich ist. Eine Vielzahl von Aasfressern wie Raben, Seeadler, Füchse, Dachse oder Aale verwerten die Kadaver der Wasservögel. Zudem spielen Insekten eine entscheidende Rolle bei der natürlichen Zersetzung von Tierkörpern.

Gesundheitsrisiken und Verhaltenshinweise für Bürger

Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass einige Tiere an Erkrankungen gestorben sind, die potenziell auch für Menschen gefährlich werden könnten, da die Todesursachen bei Wildtieren vielfältig sind. Die Kreisverwaltung warnt daher eindringlich:

  • Menschen sollten sich toten Wildtieren nicht nähern oder diese berühren.
  • Hunde müssen von den Kadavern ferngehalten werden.
  • Falls ein Kontakt unvermeidbar ist, wird die Verwendung von Schutzkleidung wie Handschuhen dringend empfohlen.

Dieser Ansatz unterstreicht, dass die Natur in vielen Fällen selbst für die Beseitigung der Winteropfer sorgt, während gleichzeitig die öffentliche Sicherheit gewahrt bleibt.

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