Der Potsdamer Theaterpreis 2026 geht an Charlott Lehmann und Hannes Schumacher. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre verliehen und würdigt herausragende schauspielerische Leistungen. Die Jury betonte in ihrer Begründung, dass beide Preisträger eine besondere Gabe besitzen: Sie wirken nie, als seien sie mit ihren Figuren wirklich fertig.
Hannes Schumacher: Woyzeck als Glanzrolle
Seine größte, vordergründig eindrücklichste Rolle hatte Hannes Schumacher vor drei Jahren. Damals spielte er den Woyzeck in der gleichnamigen Inszenierung am Hans Otto Theater. Diese Leistung, so die Jury, zeige seine Fähigkeit, Figuren eine ständige Entwicklung zu verleihen. Schumacher selbst äußerte sich am Freitag bei der Preisverleihung: „Es ist eine große Ehre, diesen Preis zu erhalten. Ich freue mich sehr über die Anerkennung.“
Charlott Lehmann: Vielseitigkeit und Tiefe
Charlott Lehmann überzeugte die Jury mit ihrer Vielseitigkeit und der Tiefe ihrer Darstellungen. Sie spielte unter anderem in Produktionen wie „Die Marquise von O...“ und „Krieg und Frieden“. Ihre Interpretationen zeichnen sich durch eine besondere Intensität aus, die das Publikum in den Bann zieht. Lehmann dankte dem Theaterpublikum und dem Ensemble: „Der Applaus und die Unterstützung sind der Antrieb für unsere Arbeit.“
Bedeutung des Preises
Der Potsdamer Theaterpreis wird seit 2004 vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Er wird von der Landeshauptstadt Potsdam und der Kulturstiftung des Landes Brandenburg gestiftet. Ziel ist es, herausragende schauspielerische Leistungen zu fördern und sichtbar zu machen. Die Verleihung fand im Hans Otto Theater statt, das auch in diesem Jahr wieder Gastgeber war.
Die Jury hob hervor, dass sowohl Lehmann als auch Schumacher es verstehen, ihren Figuren eine ständige Unabgeschlossenheit zu verleihen. „Sie lassen den Raum für Interpretation und Entwicklung, was das Theater so lebendig macht“, so die Juryvorsitzende. Diese Fähigkeit sei selten und mache die beiden zu würdigen Preisträgern.



