Werner Enke: Schauspieler aus „Zur Sache, Schätzchen“ mit 85 gestorben
Werner Enke mit 85 gestorben

Der Schauspieler Werner Enke, der durch den Überraschungserfolg „Zur Sache, Schätzchen“ (1968) an der Seite von Uschi Glas bekannt wurde, ist tot. Er starb am 20. Juli im Alter von 85 Jahren in München nach schwerer Krankheit. Das bestätigte ein langjähriger Freund unter Berufung auf Enkes Lebensgefährtin, die Regisseurin May Spils, der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte der „Münchner Merkur“ über den Tod berichtet.

Vom Theater zur Filmkomödie

Enke, 1941 in Berlin geboren und in Göttingen aufgewachsen, war nicht nur Schauspieler, sondern auch Autor, Regisseur und Maler. Seine größten Filmerfolge feierte er mit „Zur Sache, Schätzchen“ und der Fortsetzung „Nicht fummeln, Liebling“ (1970). In beiden Filmen schrieb er das Drehbuch und spielte die Hauptrolle, während May Spils Regie führte.

Ein unerwarteter Kinohit

Weder Uschi Glas noch Enke hatten mit dem Erfolg von „Zur Sache, Schätzchen“ gerechnet. „Eine Walze des Vergnügens rollte bei der Premiere in München durch den Kinosaal“, erinnerte sich Glas später. Enke sei sogar leicht verärgert gewesen, weil man durch das viele Gelächter seine Pointen nicht mehr verstehen konnte. Der Film lief zwei Jahre lang in deutschen Kinos und wurde zum Kultklassiker.

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May Spils als Pionierin

Mit nur 26 Jahren inszenierte May Spils die Komödie als erste deutsche Regisseurin der Nachkriegsgeneration. Enke spielte den Nichtstuer Martin, der mit pseudo-philosophischen Sprüchen durchs Leben treibt, bis die Begegnung mit Barbara (Uschi Glas), einer wohlbehüteten Tochter aus gutbürgerlichem Haus, sein Leben durcheinanderwirbelt.

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