Hugh Jackman als brutaler Robin Hood in düsterem Neustart
Hugh Jackman als brutaler Robin Hood im Kino

Neu im Kino: „The Death of Robin Hood“ – ein Film, der mit dem klassischen Heldenbild bricht. Hugh Jackman spielt den edlen Rächer als brutalen Plünderer und Meister der Fake News. Der Film startet am 18. Juni und erzählt das letzte Kapitel der Legende.

Ein Robin Hood, wie man ihn noch nie gesehen hat

Wer an Robin Hood denkt, hat den fröhlichen Fuchs aus dem Disney-Klassiker oder Kevin Costner mit Pfeil und Bogen im Kopf. Wer dieses Bild bewahren will, sollte sich besser kein Ticket für die Neuverfilmung kaufen. Hugh Jackman, eigentlich als netter Mann bekannt, spielt einen Robin Hood, der mit dem Helden vieler Kindheiten nichts gemein hat. Alt, vom Leben ermattet, zerzaust und extrem brutal – so zeigt ihn der Film. Schon in den ersten Minuten massakriert er eine Minderjährige.

Die Handlung: Ein letzter Raubzug

Robin Hood lebt als verwilderter Alter in den Bergen. Sein alter Gefährte Little John (Bill Skarsgård) bittet ihn um Hilfe bei einem letzten grausamen Überfall. Robin wird schwer verwundet und landet in einem Kloster, wo eine Priorin (Jodie Comer) ihn heilt. Ihre Güte macht den Banditen nachdenklich.

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Die Macht der Mythen und Fake News

Hugh Jackman erklärt, der Film wolle die Macht von Geschichten und Mythologie zeigen. Robin Hood erscheint als jemand, der mittelalterliches Reputationsmanagement betrieb. Aus dem mordenden Banditen wurde durch gut platzierte Geschichten ein gerechter Rächer. Die Erzählungen verselbstständigten sich jedoch. Regisseur Michael Sarnoski interpretiert Robin Hood als Anführer von Kindersoldaten, der junge Männer mit romantisierten Abenteuergeschichten rekrutierte.

Die Tradition der Neuerzählung

Ob Robin Hood je existierte, ist unklar. Die Legende stammt aus Balladen, die über 500 Jahre alt sind. Sarnoski führt diese Tradition fort und beruft sich auf eine kurze Ballade über den Tod des Helden.

Jackman: Ein Schauspieler im Kontrast

Jackman, zuletzt als Schäfer in „Glennkill: Ein Schafskrimi“ zu sehen, spielt hier eine zutiefst verstörende Figur. Der Kontrast könnte kaum größer sein. Das Motiv des erschöpften Haudraufs erinnert an seinen Film „Logan“ (2017), in dem er Wolverine als depressive Figur spielte. Auch in „The Death of Robin Hood“ spielt ein kleines Mädchen eine wichtige Rolle – neben der gütigen Priorin. Dies könnte die größte Schwäche des Films sein: Frauen helfen einem strauchelnden Mann zum inneren Frieden.

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