Claudia Cardinales Schmuck für 826.262 Euro bei Christie's versteigert
Cardinales Schmuck für 826.262 Euro versteigert

Schmuckstücke der verstorbenen italienischen Schauspiellegende Claudia Cardinale sind am Dienstag in Paris für insgesamt 826.262 Euro versteigert worden. Wie das Auktionshaus Christie's mitteilte, fanden sämtliche angebotenen Ringe und Broschen einen Abnehmer. Die Stücke stammen aus den 1960er und 1970er Jahren, die Cardinale selbst als ihre schönste Zeit bezeichnete.

Tochter über die emotionale Bedeutung der Schmuckstücke

Claudia Squitieri, die Tochter der Schauspielerin, erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Es handelt sich um Schmuckstücke, die die Karriere meiner Mutter krönten.“ Viele der Stücke habe Cardinale von ihrem damaligen Partner und Produzenten Franco Cristaldi geschenkt bekommen – oft nach Abschluss der Dreharbeiten zu einem Film oder wenn ein Film in die Kinos kam. „In diesen Jahren hat sie sehr viel gearbeitet, sechs bis acht Filme pro Jahr gedreht“, so Squitieri. Der Schmuck sei eine Art gewesen, ihr danach etwas zurückzugeben.

Cardinale, 1938 in Tunis als Tochter sizilianischer Auswanderer geboren, wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. In den 1960er Jahren avancierte sie zu einer der großen Diven des italienischen Kinos. Ihre Karriere umfasst mehr als 100 Filme; sie gewann unter anderem den Goldenen Löwen in Venedig und den Goldenen Bären der Berlinale. Im vergangenen Jahr starb sie im Alter von 87 Jahren.

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Mehr als persönliche Erinnerungen: Ein Stück italienischer Kulturgeschichte

Für Squitieri sind die versteigerten Stücke jedoch mehr als nur persönliche Andenken. Sie seien „sehr verbunden mit dem Geist der Dolce Vita“, sagte die Tochter. „Der Schmuck ist Teil des Erbes einer Epoche.“ Die Auktion umfasste Ringe und Broschen, die Cardinale über Jahrzehnte hinweg getragen und sorgfältig gehütet hatte. Die Summe von 826.262 Euro unterstreicht den hohen ideellen und materiellen Wert der Kollektion, die nun in privaten Sammlungen weiterlebt.

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