Am 17. Februar beginnt das chinesische Neujahr, das Jahr des Feuer-Pferdes. Es ist einer der wichtigsten Feiertage im chinesischen Kulturraum und markiert den Beginn des neuen Jahres nach dem traditionellen Lunisolarkalender. Millionen Menschen reisen zu ihren Familien, um gemeinsam zu feiern, mit Festessen, roten Umschlägen und Ritualen für Glück, Gesundheit und Wohlstand.
Doch neben den glückbringenden Bräuchen gibt es auch Tabus: Bestimmte Handlungen sollen das Glück vertreiben. Dazu gehört unter anderem, sich an Neujahr die Haare zu waschen, da dies angeblich das Glück wegspült. Auch das Reinigen des Hauses am ersten Tag des neuen Jahres gilt als ungünstig, da man damit das Glück fortschaffen könnte.
Weitere Tabus umfassen das Verwenden von Scheren oder Messern, da dies den Wohlstand zerschneiden soll, sowie das Aussprechen negativer Wörter wie Tod oder Verlust. Auch das Zerbrechen von Geschirr wird als schlechtes Omen angesehen. Wer dennoch etwas zerbricht, sollte sofort „Sui Sui Ping An“ rufen, was für Frieden und Sicherheit steht.
Die Beachtung dieser Tabus variiert je nach Region, Generation und persönlicher Einstellung. In modernen Städten konzentrieren sich viele auf zentrale Symbole wie das Familienessen oder rote Umschläge, während andere Regeln flexibler ausgelegt werden. Für viele zählt weniger die strikte Einhaltung jedes Details als das Gefühl, mit einem bewussten, hoffnungsvollen und respektvollen Ritual ins neue Jahr zu gehen.



