Fabio Biondi im Konzerthaus: Dämonische Lustigkeit eines Knaben namens Felix
Fabio Biondi: Dämonische Lustigkeit eines Knaben namens Felix

Das Berliner Konzerthaus erlebte einen außergewöhnlichen Abend: Der italienische Violinist und Dirigent Fabio Biondi entführte das Publikum mit seinem Ensemble Europa Galante in die Welt des jungen Felix Mendelssohn Bartholdy. Unter dem Motto „Die dämonische Lustigkeit eines Knaben namens Felix“ standen Werke aus Mendelssohns frühen Jahren im Mittelpunkt, ergänzt durch Kompositionen von Antonio Vivaldi.

Ein Abend voller Kontraste

Biondi, bekannt für seine historisch informierte Aufführungspraxis, präsentierte Mendelssohns Streichersinfonien mit einer Leichtigkeit und Präzision, die an die unbeschwerte Kreativität des jungen Komponisten erinnerte. Die Interpretation der „Italienischen Sinfonie“ zeigte die dämonische Seite des Werkes: rasante Tempi und scharfe Akzente ließen die Musik förmlich sprühen.

Vivaldi trifft Mendelssohn

Den Kontrast dazu bildeten Vivaldis Konzerte, die Biondi mit seinem Ensemble in barocker Farbenpracht zum Leben erweckte. Besonders das Konzert für zwei Violinen in d-Moll RV 514 entfaltete eine mitreißende Energie. Die Verschmelzung von Mendelssohns romantischem Ausdruck und Vivaldis barocker Virtuosität machte den Reiz dieses Konzertabends aus.

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Das Publikum dankte den Musikern mit lang anhaltendem Applaus. Fabio Biondi bewies einmal mehr, dass er zu den führenden Interpreten der Alten Musik zählt – und dass Mendelssohns Musik auch nach 200 Jahren nichts von ihrer Faszination verloren hat.

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