Kateryna Penkova: Brücken zwischen dem Donbas und Berlin
Die ukrainische Künstlerin Kateryna Penkova lebt und arbeitet in Berlin, doch ihre Wurzeln liegen im Donbas. In einem aktuellen Interview spricht sie über die tiefen Verbindungen, die sie zwischen ihrer Heimatregion und der deutschen Hauptstadt sieht. Penkova betont, dass der Donbas und Berlin mehr gemeinsam haben, als man auf den ersten Blick vermuten würde.
Gemeinsamkeiten trotz räumlicher Distanz
Penkova erklärt, dass beide Regionen von einem starken industriellen Erbe geprägt sind. Der Donbas ist bekannt für seine Kohle- und Stahlindustrie, während Berlin eine Geschichte als Industriestandort hat. Diese industrielle Vergangenheit habe die Mentalität der Menschen geprägt, so die Künstlerin. Sie sieht Parallelen in der Widerstandsfähigkeit und dem Zusammenhalt der Bevölkerung beider Gebiete.
Kunst als Mittler
In ihrer künstlerischen Arbeit versucht Penkova, diese Verbindungen sichtbar zu machen. Sie nutzt verschiedene Medien wie Malerei, Fotografie und Installationen, um Geschichten aus dem Donbas zu erzählen und sie mit Berliner Perspektiven zu verweben. Ihre Werke zeigen oft alltägliche Szenen, die die kulturellen und sozialen Gemeinsamkeiten betonen.
Herausforderungen und Hoffnungen
Penkova spricht auch über die Herausforderungen, die der Krieg im Donbas mit sich bringt. Viele Menschen aus der Region haben ihre Heimat verloren oder mussten fliehen. Die Künstlerin hofft, dass ihre Kunst dazu beitragen kann, das Verständnis für die Situation im Donbas zu fördern und eine Brücke zwischen den Kulturen zu schlagen. Sie betont die Bedeutung des Dialogs und der kulturellen Austauschs, um Vorurteile abzubauen.
Ein persönlicher Blick
Für Penkova persönlich ist Berlin zu einer zweiten Heimat geworden. Die Stadt bietet ihr die Freiheit, kreativ zu arbeiten und ihre Stimme zu erheben. Dennoch bleibt der Donbas ein zentraler Teil ihrer Identität. Sie hofft, dass ihre künstlerische Arbeit dazu beitragen kann, die Geschichten der Menschen im Donbas einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und so ein Bewusstsein für deren Schicksal zu schaffen.
Das Interview mit Kateryna Penkova gibt einen tiefen Einblick in die Verbindungen zwischen zwei scheinbar unterschiedlichen Welten und zeigt, wie Kunst als Vermittler fungieren kann.



