Zwei Tage nach dem Tod der 18-jährigen Schauspielerin Kaylee Hottle werden immer mehr Details zu dem tragischen Autounfall bekannt. Die Rettungskräfte, die zu dem verunglückten Fahrzeug eilten, forderten offenbar einen Gebärdendolmetscher an, da Hottle gehörlos war. Die offizielle Todesursache steht inzwischen fest: Die junge Frau erlitt mehrere schwere Verletzungen durch stumpfe Gewalteinwirkung. Der Tod wurde als Unfall eingestuft.
Funksprüche der Rettungskräfte veröffentlicht
Das US-Portal „TMZ“ veröffentlichte Mitschnitte der Funksprüche, die die Einsatzkräfte untereinander austauschten. Daraus geht hervor, dass den Helfern schnell bewusst war, dass Hottle kein Gehör hatte. Sie forderten einen Dolmetscher für Gebärdensprache oder den Zugang zu einer entsprechenden App an, um mit der Schauspielerin kommunizieren zu können. Allerdings war Hottle zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr ansprechbar.
In den Funksprüchen heißt es unter anderem: „Das Fahrzeug hat schwere Schäden an der Front. Es ist etwa drei Meter von der Fahrbahn abgekommen und in einem Graben gelandet.“ Zudem fragten die Rettungskräfte: „Könnt ihr euch bei der Stadt erkundigen, ob die Ampelanlage dort funktioniert?“
Unfallhergang und Rettungseinsatz
Der Unfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden in Ijamsville im US-Bundesstaat Maryland. Laut Angaben des Sheriffbüros von Frederick County saß Hottle als Beifahrerin in einem Honda Accord Baujahr 1995. Der Fahrer war ein 19-jähriger Freund der Schauspielerin, der den Unfall ebenso überlebte wie eine dritte Person auf dem Rücksitz. Die Einsatzzentrale beorderte einen Krankenwagen und einen Rettungshubschrauber, der auf einem nahegelegenen Baseballfeld landete.
Im Gegensatz zu Hottle war der Fahrer ansprechbar, klagte jedoch über Schmerzen im rechten Bein und in den Rippen. Die Ermittler gehen davon aus, dass überhöhte Geschwindigkeit eine Rolle bei dem Unfall gespielt haben könnte. Die Einsatzkräfte wurden gegen 2.52 Uhr alarmiert.
Offizielle Todesursache bestätigt
Wie das Magazin „People“ unter Berufung auf das Büro des Gerichtsmediziners von Maryland berichtet, erlitt Hottle mehrere schwere Verletzungen durch stumpfe Gewalteinwirkung. Der Tod wurde offiziell als Unfall eingestuft. Ihr ebenfalls gehörloser Vater hatte die erschütternde Nachricht bereits in einem herzzerreißenden Facebook-Beitrag geteilt.
Kaylee Hottle wurde durch ihre Rolle als Jia in „Godzilla vs. Kong“ (2021) international bekannt – eine Ureinwohnerin von Skull Island, die sich per Zeichensprache mit dem Riesenaffen Kong verständigen kann. In der Fortsetzung „Godzilla x Kong: The New Empire“ (2024) kehrte sie erneut als Jia zurück. Für ihre Darstellung wurde sie für einen Saturn Award als beste Nachwuchsdarstellerin nominiert.



