UN: Ebola-Ausbruch in Zentralafrika droht fast eine Million Menschen in Armut zu stürzen
Ebola könnte fast eine Million Menschen in Armut treiben

Der Ebola-Ausbruch in Zentralafrika droht fast eine Million Menschen zusätzlich in Armut zu stürzen. Zehntausende Arbeitsplätze seien in Gefahr, und der Unterricht in Schulen und Ausbildungszentren sei vielerorts unterbrochen, teilte das UN-Entwicklungsprogramm UNDP mit. Handelsströme seien gestört, Grenzübertritte erschwert und Transporte eingeschränkt.

Wirtschaftliche Folgen für mehrere Länder

Wirtschaftliche Auswirkungen gebe es in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda, wo Ebola-Fälle registriert wurden, aber auch im benachbarten Ruanda und im Südsudan. Im Kongo wurden mehr als 1.300 Ebola-Infektionen im Labor bestätigt, und die Zahlen steigen weiter. Nach aktuellen Regierungsangaben sind bisher 377 Ebola-Tote registriert, mehr als 600 Menschen werden derzeit in Krankenhäusern und Isolierstationen behandelt.

Bruttoinlandsprodukt könnte um 2,4 Milliarden Dollar sinken

Selbst wenn die Epidemie weitgehend unter Kontrolle gebracht wird, rechnet das UNDP damit, dass der Ausbruch die Wirtschaftsleistung (das Bruttoinlandsprodukt) des Kontinents um fast 2,4 Milliarden Dollar reduzieren wird. Die Folgen gingen weit über die Gesundheitskrise hinaus, sagte die Regionaldirektorin des UNDP-Büros Afrika, Ahunna Eziakonwa. „Wenn wir diesen Ebola-Ausbruch ausschließlich als gesundheitliches Problem betrachten, laufen wir Gefahr, die weitaus größere Entwicklungskrise zu übersehen, die sich darum herum abspielt.“

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Forderung nach mehr Investitionen

Das UNDP sieht unter anderem die Notwendigkeit, die Ärmsten finanziell zu unterstützen und zusätzlich Nothilfe zu leisten, damit Kliniken und Praxen für grundlegende Gesundheitsdienste geöffnet bleiben. „Das UNDP fordert Regierungen, Entwicklungspartner und internationale Finanzinstitutionen nachdrücklich auf, über traditionelle Modelle zur Bekämpfung von Epidemien hinauszugehen und gleichzeitig in Gesundheitssysteme, soziale Absicherung, Existenzgrundlagen und wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit zu investieren“, teilte die Organisation mit.

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