Die pakistanische Armee hat bei erneuten Luftangriffen auf Ziele in Afghanistan nach eigenen Angaben 25 Extremisten getötet. Die Operationen richteten sich gegen militante Gruppen, die aus afghanischem Territorium operieren sollen. Die Taliban-Regierung in Kabul wirft Islamabad hingegen vor, bei den Angriffen Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, getötet oder verletzt zu haben.
Hintergrund der Angriffe
Pakistan führt immer wieder Luftangriffe in den afghanischen Grenzregionen durch, um gegen die Tehrik-i-Taliban Pakistan (TTP) und andere extremistische Gruppen vorzugehen, die sich in Afghanistan verstecken sollen. Die Beziehungen zwischen Pakistan und den Taliban sind angespannt, da die Taliban die Angriffe als Verletzung der afghanischen Souveränität betrachten.
Ein Sprecher des pakistanischen Militärs erklärte: „Die Angriffe richteten sich gezielt gegen terroristische Verstecke. Wir haben alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um zivile Opfer zu vermeiden.“ Die Taliban hingegen bestreiten, dass es sich bei den Getöteten um Extremisten handelte, und fordern eine sofortige Einstellung der Angriffe.
Reaktionen und Auswirkungen
Die afghanischen Taliban haben Pakistan aufgefordert, die Angriffe einzustellen, und drohen mit Konsequenzen. Die internationalen Beobachter zeigen sich besorgt über die Eskalation der Gewalt an der Grenze. Die Vereinten Nationen riefen beide Seiten zur Zurückhaltung auf.
Die Angriffe erfolgen vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen in der Region. Pakistan argumentiert, dass es das Recht auf Selbstverteidigung habe, während die Taliban die Angriffe als Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten betrachten. Bisher gibt es keine unabhängige Bestätigung der Opferzahlen.



