Kölner Dom: Eintritt kostet ab heute zwölf Euro für Touristen
Kölner Dom: Eintritt kostet ab heute zwölf Euro

Eintrittspreis für den Kölner Dom eingeführt

Seit dem heutigen Donnerstag, dem 1. Juli 2026, müssen Besucher des Kölner Doms zwölf Euro zahlen, um den Innenraum der Kathedrale zu besichtigen. Das Domkapitel begründet die Einführung des Eintrittsgeldes mit den gestiegenen Kosten für den Denkmalschutz und den Betrieb des Gotteshauses. Der Kölner Dom ist nicht nur eine der bekanntesten Kirchen Deutschlands, sondern auch ein nationales Wahrzeichen, eine Wallfahrtskirche und ein Meisterwerk der Gotik. Seit 1996 steht das Bauwerk auf der Unesco-Welterbeliste und gilt als unersetzlicher Kulturschatz der Menschheit.

Ausnahmen und kostenfreie Tage

Der Preis gilt an den meisten Tagen für die meisten Besucher, doch es gibt zahlreiche Ausnahmen. An bestimmten Tagen im Jahr ist der Eintritt für alle kostenfrei: Vom 6. Januar, dem Fest der Heiligen Drei Könige, bis zum darauffolgenden Sonntag, am 1. Mai (Tag der Arbeit), am 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit) sowie während der Dreikönigswallfahrt Ende September.

Gläubige haben besondere Vorteile: Gottesdienstbesucher, Betende sowie Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins erhalten über den Nordeingang kostenfreien Zutritt. Allerdings haben sie nur Zugang zu bestimmten Bereichen. Zahlende Gäste hingegen kommen über den Westeingang und können den gesamten Kirchenraum besichtigen. Von den neuen Ticketpreisen ausgenommen sind auch Kinder bis 13 Jahre und Menschen mit Schwerbehinderung.

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Hintergrund und Reaktionen

Die Einführung des Eintrittsgeldes war bereits im Vorfeld umstritten. Die ehemalige Dombaumeisterin hatte die Pläne kritisiert und auf die besondere Rolle des Doms als Ort des Glaubens und der Kultur hingewiesen. Das Domkapitel betont jedoch, dass die Einnahmen dringend benötigt werden, um das Gebäude zu erhalten und den Betrieb zu sichern. „Einige Besucher verhalten sich immer respektloser“, hieß es in einer Mitteilung. Die Maßnahme solle dazu beitragen, den Dom als spirituellen Ort zu bewahren und gleichzeitig die steigenden Kosten zu decken.

Der Kölner Dom ist eines der meistbesuchten Wahrzeichen Deutschlands. Mit der neuen Regelung möchte die Kirche den Besucherstrom lenken und gleichzeitig die finanzielle Basis für die Zukunft sichern. Ob das Eintrittsgeld auf Dauer bestehen bleibt, wird sich zeigen.

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