Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Sonntag, den 28. Juni 2026, eine dramatische Wetterlage angekündigt: Nach einem Hitzerekord mit Temperaturen von bis zu 42 Grad drohen landesweit schwere Unwetter mit Blitz, Hagel und Starkregen. Die Warnung gilt von Nord bis Süd, wobei die Gewitterwalze bereits am Samstagabend erste Vorboten zeigte.
Hitzewelle erreicht Höhepunkt – dann Umschwung
Bereits am Samstag stiegen die Temperaturen vielerorts auf über 40 Grad, was neue Rekorde für den Juni bedeutete. Doch die extreme Hitze wird am Sonntag von einer Kaltfront abgelöst, die für eine explosive Gewitterlage sorgt. „Die Luft ist extrem feucht und labil, sodass sich heftige Gewitter mit Hagel, Starkregen und Sturmböen entwickeln können“, erklärte ein Meteorologe des DWD. Die Unwetter könnten regional zu Überschwemmungen und Hagelschäden führen.
Gewitterwalze von Nord bis Süd
Bereits in der Nacht zum Sonntag zog eine Gewitterwalze von Norddeutschland bis in den Süden. In mehreren Bundesländern wurden Blitzeinschläge und Hagel mit Korngrößen von bis zu fünf Zentimetern gemeldet. In einigen Orten türmte sich das Hagelkorn zu einem halben Meter Höhe auf. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz, um vollgelaufene Keller und umgestürzte Bäume zu beseitigen. „Es war wie ein Schock – innerhalb weniger Minuten stand das Wasser knöcheltief auf den Straßen“, berichtete ein Anwohner aus Bayern.
Sauna-Sommer geht weiter
Trotz der Abkühlung durch die Gewitter bleibt es unbeständig. Der DWD prognostiziert für die kommende Woche eine Mischung aus Hitze und Regen: „Auf die Regen-Rutsche folgt erneut Hitze pur“, so ein Sprecher. Die Temperaturen sollen nach den Unwettern wieder auf über 30 Grad steigen, bevor eine weitere Kaltfront erneute Gewitter bringen könnte. Experten warnen, dass der Sommer 2026 einer der heißesten und gewitterreichsten seit Jahrzehnten werden könnte.
Wetterexperte macht Hoffnung
Ein Wetterexperte des DWD gibt jedoch auch Entwarnung: „Der Sommer ist noch nicht gelaufen – nach den Unwettern wird es wieder freundlicher.“ Die Sonne solle sich ab Mitte der Woche wieder durchsetzen, allerdings mit regionalen Schauern. Für das Wochenende sei eine Stabilisierung in Sicht. Dennoch rät der DWD zu Vorsicht: „Bei Gewittern bitte Schutz suchen und nicht im Freien aufhalten.“
Unwetter auch in Italien
Die Unwetterfront erfasst nicht nur Deutschland, sondern auch Teile Italiens. An Urlaubsstränden fielen Hagelkörner in der Größe von Tennisbällen, die mehrere Menschen verletzten. Die italienischen Behörden riefen für mehrere Regionen die höchste Warnstufe aus. Auch in Frankreich und der Schweiz wurden heftige Gewitter gemeldet. Die Lage bleibt angespannt – der DWD empfiehlt, die aktuellen Wetterwarnungen im Auge zu behalten.



