Venezuela: Zahl der Toten nach Erdbeben steigt auf mindestens 1450
Venezuela: 1450 Tote nach Erdbeben

Die Zahl der Todesopfer nach dem verheerenden Erdbeben in Venezuela ist auf mindestens 1450 gestiegen. Das gab die nationale Katastrophenschutzbehörde am Dienstag bekannt. Die Rettungsarbeiten in den betroffenen Gebieten laufen auf Hochtouren, während die Behörden vor weiteren Nachbeben warnen.

Schweres Beben erschüttert Nordwesten des Landes

Das Beben der Stärke 7,3 ereignete sich am Montagabend in der Region Falcon im Nordwesten Venezuelas. Nach Angaben des Seismologischen Instituts lag das Epizentrum in einer Tiefe von etwa 20 Kilometern. Besonders betroffen sind die Städte Coro und Punto Fijo, wo zahlreiche Gebäude eingestürzt sind.

„Wir erleben die größte Naturkatastrophe in der Geschichte Venezuelas“, sagte Präsident Nicolas Maduro in einer Fernsehansprache. Er rief den Notstand für die betroffenen Regionen aus und ordnete die Mobilisierung der Armee an, um bei den Rettungs- und Aufräumarbeiten zu helfen.

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Internationale Hilfe läuft an

Mehrere Länder haben ihre Hilfe angeboten. Mexiko und Kolumbien schickten Rettungsteams und medizinisches Personal. Auch die USA kündigten Unterstützung an. Die Vereinten Nationen stellten 10 Millionen US-Dollar für die Nothilfe bereit. „Wir stehen bereit, um den Menschen in Venezuela zu helfen“, erklärte UN-Generalsekretär Antonio Guterres.

Laut offiziellen Angaben wurden bislang 1450 Leichen geborgen, aber die Zahl könnte weiter steigen, da viele Menschen noch unter den Trümmern vermutet werden. Etwa 5000 Menschen wurden verletzt, viele von ihnen schwer. Die Krankenhäuser in der Region sind überlastet und kämpfen mit einem Mangel an Medikamenten und medizinischem Personal.

Infrastruktur schwer beschädigt

Das Erdbeben hat auch schwere Schäden an der Infrastruktur verursacht. Straßen sind blockiert, Brücken eingestürzt und die Strom- und Wasserversorgung in weiten Teilen der Region unterbrochen. Die Regierung arbeitet daran, die Verbindungen wiederherzustellen, aber die Fortschritte sind langsam.

Die wirtschaftlichen Folgen des Bebens sind noch nicht absehbar. Venezuela befindet sich bereits in einer schweren Wirtschaftskrise mit Hyperinflation und Versorgungsengpässen. Das Erdbeben könnte die Lage weiter verschärfen. Analysten schätzen, dass der Wiederaufbau Milliarden kosten wird.

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