Wettersturz nach Rekordhitze: Unwetter mit tausenden Blitzen
Wettersturz nach Rekordhitze: Unwetter mit tausenden Blitzen

Nach der Rekordhitze der vergangenen Tage erlebte Deutschland in den letzten 24 Stunden einen drastischen Wetterumschwung. Heftige Gewitter mit Tausenden Blitzen und schweren Sturmböen zogen über das Land. Allein in Nordrhein-Westfalen wurden seit Mitternacht mehr als 2700 Blitze registriert, davon über 600 Bodeneinschläge.

Schäden durch Hitze und Stürme

Bereits vor den Gewittern hatte die extreme Hitze zu Schäden an der Infrastruktur geführt. Auf der A2 in Richtung Berlin wölbten sich Betonplatten auf und zerbrachen an den Übergängen. Auf der Autobahn 7 bei Hamburg löste sich eine Naht im Fahrstreifen, wodurch sich stellenweise die Asphaltdeckschicht ablöste.

In Köln wurde das Projekt „Cooling Cologne“ gestartet, um der Hitze entgegenzuwirken. Umweltdezernent William Wolfgramm erklärte: „Jeder, der hier vorbeigeht, merkt direkt diesen Kühlungseffekt. Bis zu 12 Grad gefühlt, ist die Luft heruntergekühlt von der Umgebungstemperatur. Das hilft natürlich schon mal weiter.“

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Zeugenbericht aus Köln

Ein Augenzeuge aus Köln, Hilmar Stark, schilderte die plötzliche Gewitterentwicklung: „Das ging wirklich im Bruchteil von ein paar Sekunden. Wir saßen noch ganz unerwartet im Pool, wollten uns ein bisschen abkühlen und auf einmal ging es rund, kam Wind auf und dann ging es auch relativ schnell. In ein, zwei, drei Minuten war alles erledigt. Wir haben den Ast so weit zur Seite gelegt, dass der Verkehr wieder freigegeben werden konnte.“

Die Hitzewelle in Deutschland und Europa lässt Mensch und Tier nach Abkühlung suchen. Hitzewellen wie die aktuelle werden durch die Klimakrise in Zukunft intensiver und länger. Die Rekordwerte brachten sogar das Rheinwasser in Bonn auf Badewannen-Temperatur.

Ausblick: Temperatursturz um 30 Grad

Wetterexperte Karsten Brandt prognostiziert einen drastischen Temperaturwechsel: „Am 1. Juli Temperaturen in der Prognose teilweise von, festhalten, zehn Grad morgens. Das heißt, wir haben einen Temperaturwechsel von 40 Grad, über 40 Grad jetzt am Wochenende, auf Mitte nächster Woche zehn Grad plus morgens, 30 Grad runter. Das ist keine Achterbahnfahrt, das ist ein Sturzflug.“

Der Deutsche Wetterdienst erwartet für den gesamten Sonntag Unwetterpotential durch heftigen Starkregen, schwere Sturmböen und großen Hagel. Auch Unwetter mit bis zu 50 Litern pro Quadratmeter seien nicht ausgeschlossen.

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