Norwegens Prinzessin Ingrid Alexandra: Neue Rolle in schweren Zeiten
Ingrid Alexandra: Neue Rolle für Norwegens Thronerbin

Die norwegische Thronfolgerin Ingrid Alexandra (22) rückt angesichts der schweren Erkrankung ihrer Mutter Kronprinzessin Mette-Marit und des Skandals um ihren Halbbruder Marius Borg Høiby in eine immer wichtigere Rolle. Das norwegische Parlament plant laut Medienberichten eine Verfassungsänderung, die es Ingrid Alexandra ermöglichen soll, als Regentin einzuspringen, wenn König Harald V. (89) und Kronprinz Haakon verhindert sind. Sie könnte dann sogar den Staatsrat leiten, eine Aufgabe, die bisher die Regierung übernimmt.

Mutter Mette-Marit: Sieben Anrufe am Tag

Die enge Bindung zwischen Ingrid Alexandra und ihrer Mutter Mette-Marit wird in einem Interview mit dem norwegischen Sender NRK deutlich. Ingrid Alexandra sagte dort: „Mama ruft mich vielleicht siebenmal am Tag an.“ Sie bewundere das Durchhaltevermögen ihrer Mutter im Kampf gegen die Lungenfibrose, die eine Lungentransplantation erforderlich machte. Die räumliche Distanz während ihres Studiums in Sydney sei für beide nicht einfach gewesen.

Studium in Sydney abgebrochen – Rückkehr nach Oslo

Ursprünglich plante Ingrid Alexandra, nach einer 15-monatigen Militärausbildung in Sydney Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt internationale Beziehungen und politische Ökonomie zu studieren. Doch ein Vorfall überschattete das Leben in Australien: Ein verdächtiger Brief, der von Sicherheitskräften abgefangen wurde, und ein 63-jähriger Stalker, gegen den ein zweijähriges Kontaktverbot verhängt wurde, führten zur Rückkehr. Zudem zwang die Krankheit ihrer Mutter sie zur vorzeitigen Heimkehr. Inzwischen hat sie sich an der Universität Oslo eingeschrieben und unterstützt ihren Vater Kronprinz Haakon, der laut royalen Beobachtern „die Seele aus dem Leib“ arbeitet.

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Verfassungsänderung soll mehr Befugnisse bringen

Die norwegische Presse berichtete, dass das Parlament eine Änderung der Verfassung plant. Sollte diese verabschiedet werden, könnte Ingrid Alexandra offiziell als Regentin einspringen, wenn sowohl König Harald V. als auch Kronprinz Haakon verhindert sind oder sich im Ausland befinden. Bislang übernimmt die Regierung diese Aufgabe. Kronprinz Haakon hatte zuvor betont, wie wichtig es sei, dass die Tochter „Zeit und Raum“ für ihr Studium bekomme.

Öffentliches Auftreten als Hoffnungsträgerin

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA zeigte sich Ingrid Alexandra optimistisch und volksnah. Sie jubelte mit ihrem Bruder Sverre Magnus auf der Tribüne des Metlife-Stadions in New Jersey, als Norwegen gegen Senegal spielte – und tippte richtig: 3:2 für Norwegen. Ihre Außenwirkung wird zunehmend wichtiger, um die Königsfamilie in schweren Zeiten zu entlasten.

Mette-Marit verlor Sympathien durch Epstein-Verbindungen

Kronprinzessin Mette-Marit hat durch ihre Verbindungen zu Jeffrey Epstein erheblich an Sympathie eingebüßt. Viele Norweger können sich nicht vorstellen, sie als künftige Königin zu sehen. Kronprinz Haakon hingegen liegt weiterhin hoch im Kurs. Ingrid Alexandra könnte darauf aufbauen und das Vertrauen in die Monarchie stärken. Bei ihrer Geburtstagsfeier zur Volljährigkeit hielt sie eine persönliche Rede, in der sie ihre Mutter lobte und scherzte, sie könnten zusammen „Sex and the City“ schauen. Die Prinzessin gilt als direkt und abenteuerlustig – sie surft und springt von Skischanzen. Über ein Privatleben ist nichts bekannt.

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