44 Prozent der Beschäftigten denken über Frührente nach – DAK-Report zeigt Trend
44% der Beschäftigten denken über Frührente nach

44 Prozent der Beschäftigten in Deutschland denken darüber nach, vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter in Rente zu gehen. Das geht aus dem Gesundheitsreport 2026 der Krankenkasse DAK hervor, der Anfang Juli erscheint. Einige Ergebnisse liegen dem „Tagesspiegel“ bereits vor. Die DAK ließ das Meinungsforschungsinstitut Forsa 7000 Beschäftigte befragen, wann sie in Rente gehen möchten.

Frührente: Jeder Zweite über 50 erwägt vorzeitigen Ausstieg

Unter den Befragten über 50 Jahre planen 52 Prozent einen Ausstieg vor dem Rentenalter. Entscheidend dafür ist der Gesundheitszustand: 48,7 Prozent der Beschäftigten über 50, die sich fit fühlen, wollen frühzeitig in Rente gehen. Bei jenen, die mit ihrer Gesundheit unzufrieden sind, sind es hingegen 60 Prozent. Bei den jüngeren Angestellten ergibt sich ein ähnliches Bild.

DAK-Chef Andreas Storm sieht Unternehmen in der Pflicht, mehr für ihre älteren Angestellten zu tun: „Wenn jeder zweite Beschäftigte über 50 Jahre heute über einen vorzeitigen Renteneintritt nachdenkt, verdeutlicht dies den großen Handlungsdruck“, meint Storm. Unternehmen müssten ihre Gesundheitsangebote verstärken. „Denn sie können es sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels nicht mehr leisten, ältere Beschäftigte und deren Kompetenzen zu verlieren.“

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Rentenkommission plant längeres Arbeiten – Realität sieht anders aus

Die Rentenkommission will, dass die Deutschen länger arbeiten. Am Dienstag wird sie vorschlagen, das Renteneintrittsalter parallel zur zunehmenden Lebenserwartung ansteigen zu lassen. Außerdem soll die frühzeitige abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren – die sogenannte Rente mit 63 – abgeschafft werden. Die Umfrage zeigt jedoch, dass viele Beschäftigte nicht länger arbeiten können oder wollen.

Ältere Angestellte seltener, aber länger krank

Die DAK fragte zudem den Krankenstand in Unternehmen ab. Ergebnis: Mitarbeiter jenseits der 50 sind seltener krankgeschrieben als jüngere Kollegen. In der Gruppe bis 49 sorgten 100 Versicherte im vergangenen Jahr für 213 Krankschreibungen. In der Gruppe ab 50 waren es nur 165 Fälle. Allerdings dauert die Arbeitsunfähigkeit bei Älteren wesentlich länger an. Sie fehlten im Durchschnitt 16,3 Tage, die Jüngeren nur 8,2 Tage.

35 Prozent der Befragten möchten laut der Befragung bis zum Rentenalter arbeiten und neun Prozent planen darüber hinaus weiterzuarbeiten.

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